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Alt 09.11.2006, 13:36
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evma evma ist offline
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Standard Wie Wärme den Schmerz dämpft

Wenn Bauch oder Unterleib schmerzen, kann eine Wärmflasche Linderung verschaffen. Auf den verantwortlichen Mechanismus sind britische Physiologen möglicherweise gestoßen. Wird ein Kanal in der Zellmembran durch Wärme aktiviert, wirkt er betäubend auf einen ebenfalls in der Zellmembran befindlichen Schmerzrezeptor.
“Die Wärme bewirkt nicht einfach nur ein Wohlgefühl oder einen Placeboeffekt”, erklärt Brian King vom University College London, “sie schaltet den Schmerz tatsächlich auf der Molekülebene aus, ähnlich schmerzstillenden Medikamenten.” Der Forscher und seine Kollegen präsentieren ihre Resultate jetzt auf einer Fachtagung in London.
King und seine Gruppe führten Messungen an entkernten Frosch-Eizellen durch, in die sie die DNA-Bauanleitung für den Schmerzrezeptor P2X3 bzw. den Vanilloidrezeptor TRPV1 eingeschleust hatten. Ersterer wird durch die Verbindung ATP aktiviert, wie sie aus beschädigten oder toten Zellen leckt, und löst dann einen elektrischen Strom durch die Zellmembran aus. Im Körper kann dies ein Nervensignal erzeugen, das via Rückenmark ins Gehirn gelangt.
Tatsächlich stellte sich auch im Zellmodell ein solcher Membranstrom ein, wenn die Forscher ATP zu der Kulturlösung gaben. Diese Reaktion fiel gut 70 Prozent schwächer aus, wenn sie zuvor den Rezeptor TRPV1 mit dem Chili-Inhaltsstoff Capsaicin gereizt hatten. Und da TRPV1 auch durch Hitze und andere Reize aktiviert werde, könne dies den schmerzlindernden Effekt einer Wärmflasche erklären, vermutet die Gruppe.
“Das Problem mit der Wärme ist, dass sie nur vorübergehend Linderung verschafft”, so King weiter. “Daher werden wir uns künftig auf die Identifizierung und Fortentwicklung von Wirkstoffen konzentrieren, die den P2X3-Schmerzrezeptors blockieren können.”
Forschung: Brian F. King, Min Liu, Andrea Townsend-Nicholson und Geoffrey Burnstock, Department of Physiology, Department of Anatomy & Developmental Biology und Department of Biochemistry & Molecular Biology, University College London; Präsentation 2006 Main Meeting of the Society of Physiology, London; #C35
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  #2  
Alt 09.11.2006, 13:37
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evma evma ist offline
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Standard Kälte gegen Schmerzen

Wann hilft bei Schmerzen Kälte, wann Wärme? Unsicherheit in dieser Frage hält viele Patienten vor einfacher Selbsthilfe ab. Es ist jedoch nicht schwierig sich die wichtigsten Regeln zu merken. Es gilt als Faustregel:
BEI AKUTEN SCHMERZEN IN GELENKEN UND MUSKELN: KÄLTE ANWENDEN.
BEI LÄNGER DAUERNDEN, NICHT MEHR AKUTEN BESCHWERDEN: WÄRME ANWENDEN. (siehe unten)
Was bewirkt Kälte?
Mit Kälte begegnet man dem Akutfall. Kurze, lokale Kälteanwendungen bewirken eine Gefässverengung in der Haut was wiederum die Schwellung reduziert, sowie eine Herabsetzung des Stoffwechsels (und damit der Entzündung) bewirkt. Ausserdem mildert die Kälte den Schmerz: Durch die Abkühlung der Nervenfasern werden die Schmerzimpulse herabgesetzt. Gefahren der Kälte: Kälte darf nicht zu lange angewendet werden, da sonst Frostbeulen und Gewebeschäden drohen. Eis darf aus demselben Grund nicht auf die blosse Haut gelegt werden. In seltenen Fällen führt Kälte zu einem plötzlichen Blutdruckanstieg. Ein Drittel aller Patienten vertragen Kälte nicht gut, auch nicht im Akutfall. In diesen Fällen ist es besser weder Kälte noch Wärme zu gebrauchen.

Wie wende ich Kälte an?
  • Kältebeutel: Die am bestem im Kühlschrank gekühlten und wiederverwendbaren Beutel werden auf die betroffene Körperstelle aufgelegt. Die Behandlung sollte nur 5-7 Minuten dauern und wird mit Intervallen von 10 Minuten Pause 3-4 Mal wiederholt. Dabei ist es von Vorteil immer 2-3 Cold Packs an Lager zu haben. Achtung: Kältebeutel nie auf offene Wunden legen. Zwischen Haut und gekühlte Coldpacks gehört immer ein dünnes Tuch!
  • Eismassage: In kleine Styropor- oder Kartonbecher wird Wasser eingefroren. Das Eis lässt sich so bequem halten. Reissen Sie den Rand zentimeterweise ab, und massieren Sie die betroffene Stelle höchstens einige Minuten mit runden Bewegungen. Frostbeulen vermeiden!
  • Eiswürfelpackung: Packen Sie zerstossene Eiswürfel in ein Frottiertuch, bedecken Sie die Haut mit einem Tuch, und legen Sie die Packung etwa zehn Minuten auf.
  • Eiswasser: Sind Hände oder Füsse betroffen, können sie bis an die Schmerzgrenze mehrmals in sehr kaltes Wasser (z.B. auch Bergbäche) gehalten werden.
  • Eiswassertuch: Ein Tuch wird in 5 – 10 Grad C kaltem Wasser getränkt, ausgewrungen und 20-30 Minuten aufgelegt. Diese Behandlung kann mehrmals wiederholt werden, jedoch sollten Sie sich nie auf Kältewickel legen!
Kälteanwendungen sind angebracht bei:
- Akuten Rückenschmerzen, Hexenschuss
- Verstauchungen
- Zerrungen
- Prellungen
- Verrenkungen
- Schwellungen
- Blutergüssen
- Quetschungen
Ausserhalb der professionellen Kälteapplikation gibt es verschiedenste Mittel, die zuhause, auf Wanderungen oder auf dem Sportplatz angewendet werden können. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Chiropraktor.

Bei chronischen Schmerzen: Wärme
Was bewirkt Wärme?
Lokale Wärme erhöht die Durchblutung und den Stoffwechsel im erkrankten Gewebe (wichtig für den Heilungsprozess) und wirkt entspannend und schmerzlindernd auf die Muskulatur. Wärme wird angewendet bei chronischen nicht entzündlichen schmerzhaften Zuständen in der Muskulatur und bei Gelenkschmerzen infolge von Abnützungen (Arthrose). Gefahren der Wärme: Verbrennungen drohen bei Gefühlsverlust der Haut. Ältere Menschen und Kleinkinder sind sehr empfindlich. Insbesondere Heizkissen können bei längerer Anwendung auch auf tiefen Temperaturstufen Verbrennungen hervorrufen!

Wie wende ich Wärme an?
  • Wärmeflasche oder Hotpack: Nie zu heiss verwenden. Gut isolieren; mit feucht-warmem Tuch umwickeln.
  • Heublumenwickel: Frottiertuch aus warmem Wasser (Heublumen getränkt) nehmen, auswringen und auflegen. Je nach Bedarf mehrmals wiederholen.
  • Heizkissen: Praktisch jedoch Verbrennungsgefahr bei allzu langem und starkem heizen. Das Körpergewicht kann besonders bei älteren Menschen die Hautdurchblutung reduzieren und einen Wärmestau oder Verbrennungen bewirken. Also aufgepasst!
  • Infrarotlampe: Günstige Anschaffung. Eignet sich für grössere Körperflächen. Dauer 20-30 Minuten.
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  #3  
Alt 09.11.2006, 15:05
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo,


bei neuralgischen Schmerzen verstärkt Wärme den Schmerz, Kälte lindert.

(Quelle: eigene Erfahrungen....)



LG
Nancy
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  #4  
Alt 09.11.2006, 15:59
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evma evma ist offline
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Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

danke für diese info liebe nancy
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