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Bayern: Weitere Krankenhäuser werden mit Schlaganfallzentren vernetzt
Freitag, 2. März 2007
München - Weitere Krankenhäuser mit Schlaganfallzentren telemedizinisch zu vernetzen hat der Bayerische Sozialstaatssekretär Jürgen Heike angekündigt: „Seit mehr als zehn Jahren fördert der Freistaat telemedizinische Projekte mit einem Mitteleinsatz von bisher rund neun Millionen Euro. Gefördert wurden bislang 30 telemedizinische Projekte, beispielsweise zur Telekonsultation, Teleradiologie, Telemonitoring, Teletherapie oder zur elektronischen Patientenakte“, sagte Heike auf dem zweiten Internationalen Telemedizin-Forum des
Centrums für angewandte Politikforschung (CAP) am Freitag in München.
Exemplarisch für die Bandbreite der geförderten Telemedizinanwendungen nannte der Staatssekretär das „Telemedizinische Pilotprojekt zur integrierten Schlaganfallversorgung in der Region Südost Bayern“, kurz TEMPiS. Dies habe die Schlaganfallversorgung in der Fläche verbessert. An dem Projekt beteiligen sich Schlaganfallzentren im Städtischen Krankenhaus München-Harlaching und im Bezirksklinikum Regensburg gemeinsam mit zwölf Partnerkliniken im süd-ost-bayerischen Raum.
Laut Heike waren die Ergebnisse der Effizienz-Analyse so überzeugend, dass die Krankenkassen seit Januar 2006 die TEMPiS-Leistungen übernehmen. „Gegenwärtig sind 14 periphere Kliniken in TEMPiS integriert, pro Jahr werden 5.000 bis 6.000 Patienten im Schlaganfallnetzwerk behandelt. Wir wollen dieses Konzept nun auch auf andere bayerische Regionen ausdehnen.
Ähnliche Projekte wie TEMPiS werden bereits in Schwaben sowie im mittel- und oberfränkischen Raum realisiert. Um noch bestehende Versorgungslücken zu schließen, werden wir zukünftig weitere dezentrale Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen mit Schlaganfallzentren telemedizinisch vernetzen“, kündigte der Staatssekretär an. © hil/aerzteblatt.de