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  #1  
Alt 26.03.2006, 19:06
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard Epilepsie/Heilung?

Ab wann gilt eine Epilepsie als geheilt?


Epileptische Anfälle sind unspezifische Reaktionen des Gehirns auf eine Fülle von möglichen schädlichen Einwirkungen; deshalb kann jedes Lebewesen mit einem entsprechend entwickelten Zentralnervensystem epileptische Anfälle bekommen. Zwischen 5 und 10% der Bevölkerung haben aus verschiedenen Gründen ein erhöhtes Risiko, an Anfällen zu erkranken. Ein einzelner Anfall macht noch keine Diagnose Epilepsie, besonders dann nicht, wenn sich ein Auslöser dafür definieren läßt. Es ist heute üblich, die Diagnose Epilepsie dann zu stellen, wenn jemand mindestens 2 unprovozierte Anfälle erlitten hat. Dies ist aber letztlich eine willkürliche Übereinkunft. Der Grund für sie ist, daß unter dieser Voraussetzung meistens noch weitere unprovozierte Anfälle folgen werden. Zwischen den Anfällen ist der Patient in der Regel symptomfrei. Im strengen wissenschaftlichen Sinn beschreibt die Diagnose daher nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine mehr oder weniger hohe, oft sehr hohe Wahrscheinlichkeit, daß in Zukunft weitere Anfälle auftreten werden.


Hieraus ergibt sich deutlich, daß Heilung ähnlich schwierig zu definieren ist. Die grundsätzliche Fähigkeit des Gehirns, Anfälle zu produzieren und ggf. das individuell erhöhte Erkrankungsrisiko bleiben selbstverständlich immer bestehen. Auch eine Wiedererkrankung bei entprechenden Ursachen ist grundsätzlich möglich - wie bei den meisten Krankheiten. Es bedürfte also auch für die Feststellung der Heilung einer praktikablen Übereinkunft, die bisher aber noch nicht getroffen wurde. Sie könnte z.B. darin bestehen, daß von Heilung gesprochen wird, wenn mit hoher oder sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine weiteren Anfälle mehr zu erwarten sind. Dies ist nach langer anfallsfreier Zeit möglich, die man nicht kürzer als 2 Jahre und nicht länger als 5 Jahre ansetzen würde. Dabei kann der Vorbehalt gemacht werden, daß die Medikamente abgesetzt sein müssen, bevor man Heilung annimmt. Bis dahin könnte von einer bedingten Heilung gesprochen werden. Wenn man dies berücksichtigen will, muß ein zweites Zeitkriterium der Anfallsfreiheit ohne Medikamente eingeführt werden, das man sinnvollerweise mit 1 Jahr ansetzen könnte.


Zusammenfassend ist festzustellen, daß es eine gültige Definition von Heilung einer Epilepsie nicht gibt. Eine kaum angreifbare Definition könnte jedoch sein, daß ein Patient als geheilt gilt, der seit mindestens 5 Jahren anfallsfrei ist, davon mindestens das letzte Jahr ohne Medikamente.



Autor: Prof. Dr. Peter Wolf, Bielefeld-Bethel, Institut für Interdisziplinäre Epilepsieforschung

Beirat: PD Dr. A. Schulze-Bonhage, Neurozentrum Freiburg

Quelle: Epilepsie-Zentrum Bielefeld


LG
Nancy


Dazu möchte ich sagen:

Die meisten Epileptologen sprechen eigentlich nie von einer
Heilung bei Epilepsie.
Habe mich mit etlichen Fachärzten unterhalten, die bei anfallsfreien
Patienten von "Krampffreien Epilepsie-Kranken "sprechen.
Der Großteil ist der Meinung, daß man bei Epilepsie auch nach
sehr langer anfallsfreier Zeit nicht von Heilung die Rede sein
kann.

LG
Nancy


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  #2  
Alt 26.03.2006, 19:23
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evma evma ist offline
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das hat man mir auch gesagt das epilepsie nie als geheilt gilt,sondern immer nur als anfallsfrei,wir hatten im bekanntenkreis eine frau die hatte 11jahre keinen anfall ohne medi das leben von ihr war wieder in normalen bahnen ,bis sie auf einmal beim kopfsprung wieder einen anfall bekommen hat.ich möchte hiermit keine angst machen sondern eben nur unter mauern das eine heilung nicht besteht sondern nur und das ist ja im gegensatz zu anderen erkrankungen sehr viel eine anfall freie zeit
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  #3  
Alt 26.03.2006, 19:51
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Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
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was mich eigentlich am meisten beschäftigt,die menschen sagen wir haben einen herzfehler,wir sind nierenkrank,wir haben es mit der lunge dies liese sich ewig weiter führen,es gibt aber zwei sachen wo der mensch schweigt das sind zu einen darmerkrankungen und epilepsie,die große frage ist doch warum.warum ist es den menschen peinlich warum setzten sie den kopf mit dem darm gleich.davon muß ich doch ausgehen weil beides verschwiegen wird.es sind aber doch grundverschiedene sachen.nur warum diese angst.könnten die leute lachen könnten sie sich abwenden.ist es nicht so das durch dieses verschweigen gerade die epilepsie an unheimlichkeit gewinnt,das hinter vorgehaltener hand gemunkelt wird.du der leigt da manchmal und zuckt so komisch,oder du manchmal ist der gar nicht ansprechbar,nur den betroffenen spricht man nicht darauf an,genausowenig wie den menschen der windel trägt dort wird auch nur gemunkelt.du ab und an verströmt er einen gestank ,gib acht wenn er sich bei dir wo hinsetzt das er dicht ist.beides sachen wo nur gemunkelt werden.aber von den betroffenen noch gefördert weil gerade diese machen das gröste geheimnis aus ihrer krankheit.gerade diese machen diese krankheiten so unheimlich so angstmachend.ich glaube wir wären schön viel weiter bei unseren nachbarn wenn jeder epilepsiekranke zu seiner krankheit stehen würde.weil epilepsie hat nichts mit einer geistigen erkrankung zu tun.diese haben wenn sie vorhanden sind andere ursachen meist.ein epilepsiekranker kann sein abi machen studieren.genauso wie ein gesunder.deswegen bitte steht zu eurer krankheit steht dazu.sie hat nicht euch peinlich zu sein,sondern denen die dumm daher reden oder schauen
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  #4  
Alt 26.03.2006, 19:59
Nancy
 
Beiträge: n/a
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Angst wollte ich damit auch nicht schüren, aber auch keine
falschen Hoffnungen wecken.

Evma, Epilepsie und die damit verbundenen Folgeerscheinunge(nicht
immer, aber manchmal) ist ein totgeschwiegenes Thema auch für
die Betroffenen selbst, weil sie oft diese Krankheit nicht wahrhaben
wollen, somit verdrängen.

Für die Umwelt ist Epilepsie zum Teil etwas Unheimliches, Bedrohliches,
weil die Leute nicht oder schlecht informiert sind.


LG
Nancy

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  #5  
Alt 26.03.2006, 20:11
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evma evma ist offline
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Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
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Standard RE:

Zitat:
Original geschrieben von nancy

Angst wollte ich damit auch nicht schüren, aber auch keine
falschen Hoffnungen wecken.

Evma, Epilepsie und die damit verbundenen Folgeerscheinunge(nicht
immer, aber manchmal) ist ein totgeschwiegenes Thema auch für
die Betroffenen selbst, weil sie oft diese Krankheit nicht wahrhaben
wollen, somit verdrängen.

Für die Umwelt ist Epilepsie zum Teil etwas Unheimliches, Bedrohliches,
weil die Leute nicht oder schlecht informiert sind.







ich hatte nicht den eindruck da sdu angst machen wolltest,das vorweg,es ärgert mich nur ,eben wie du ja auch schreibst das, das thema totgeschwiegen wird,egal ob von verwandten betroffenen oder von wem auch immer.gerade dieses schweigen macht die krankheit ja so unheimlich.wenn jeder der sie hat nicht mehr schweigen würde, würden die menschen die angst vor verliehren.sie würde von den meisten anerkannt,es würde nicht mehr der schleier unheimlich darüber hängen.und ein epilepsiekranker hätte ein leichteres leben,zum ersten müste er nicht in ständiger angst vor entdeckung leben,dieser stress kann ja auch wieder anfälle auslösen,zum zweiten könnte er offen dazu stehen und sagen ich kann dies aus den und den grund heute nicht machen.
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  #6  
Alt 26.03.2006, 20:19
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard

In den nächsten Tagen suche ich dazu was aus(zu der Unheimlichen
Krankheit), habe hier etwas Literatur, dann schreibe ich was zu
dem Thema.


LG
Nancy
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  #7  
Alt 26.03.2006, 20:27
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Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
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das würde mich wirklich freuen, den ich finde es ist ein wichtiges thema,das man auch umgehend besprechen und schreiben sollte
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  #8  
Alt 27.03.2006, 13:10
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard Literatur Epilepsie/Umgang


Hallo,

ich habe hier etwas gefunden über v.g. Thema.

Habe mir zum Teil schon Notizen gemacht, da es durch den
Herausgeber untersagt ist, diese Informationen zu kopieren,
verfielfältigen oder elektronisch weiterzugeben.

Ich werde die Infos später in "eigene Worte" fassen und das
Wichtigste hier hin schreiben.

Jetzt müssen wir aber erst einmal zur Reit-Therapeutin, deswegen
habe zuwenig Zeit und Ruhe dazu.

LG
Nancy
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  #9  
Alt 27.03.2006, 13:11
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Registriert seit: 01.08.2005
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viel spaß euch beiden drück euch mal
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  #10  
Alt 27.03.2006, 13:16
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard

Danke, lieb von Dir,evma....drücken Dich auch

wir gehen allerdings heute nicht reiten, sondern zu einer
"neuen" Reit-Therapeutin uns vorstellen, da unsere bisherige
nach Familiengründung aus beruflichen Gründen ihres Gatten
hier wegzieht und schon aufgehört hat zu therapieren.

Nun haben wir nach langer Suche eine Nette gefunden
(bei Epilepsie+Skoliose-OP machen die meisten nen Rückzieher
"zu gefährlich")

Wir stellen uns da gleich vor, gehen Freitag nochmals hin, um
"warm" zu werden, sie und die Tiere kennenzulernen.

Einen freien Therapieplatz hat sie leider im Moment nicht, wir
kommen auf die Warteliste.

GLG
Nancy
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