Postoperative Thromboseprophylaxe
So lange muss Heparin gespritzt werden
Wichtige Regel für die Thromboseprophylaxe nach operativen Eingriffen: Niedermolekulares Heparin erst absetzen, wenn der Patient nicht mehr hinkt.
25.05.07 - Die erste Dosis
niedermolekulares Heparin (NMH) wird am Vorabend einer Operation, spätestens jedoch zwei Stunden vor dem Eingriff gespritzt. Im Falle einer
Spinalanästhesie muss der Abstand mindestens zehn Stunden betragen (Walter A. Wuillemin et al., Schweiz. Med. Forum 7 [2007], 198-204). Die zweite Dosis NMH wird meist am Abend nach der Operation verabreicht.
Absetzen darf man das NMH frühesten, wenn der Patient wieder vollkommen mobil ist. In der Regel sind die Injektionen mindestens eine Woche indiziert.
Nach Eingriffen an der unteren Extremität ist die Prophylaxe notwendig, bis der Patient wieder gehen kann, ohne zu hinken. Bis dahin vergehen meist mindestens zwei bis drei Wochen.
Wurden größere Knochen durchtrennt - etwa bei prothetischen oder osteosynthetischen Operationen - ist Thromboseprophylaxe mindestens vier bis sechs Wochen lang angezeigt. Gleiches gilt für Tumorpatienten, die im Bereich von
Abdomen oder Becken operiert wurden. bü