Auch gängige Beschwerden können Vorboten eines Tumors sein
Ovarialkarzinom: Frühe Symptome richtig deuten
Ein Ovarialkarzinom wird häufig erst in einem späten Stadium entdeckt - meist erst, wenn sich bereits Metastasen gebildet haben. US-Experten haben nun auf eine Liste von frühen Warnsignalen publiziert, die Gynäkologen Anhaltspunkte geben, wann man weiterforschen sollte.
14.06.07 - Oft enden Ovarialkarzinome tödlich, da sie zu spät diagnostiziert werden - dabei liegen die Heilungschancen im ersten Stadium noch bei 90 Prozent. Symptome, die rechtzeitig auf eine Tumorbildung hinweisen, sind oft nicht bekannt oder werden fehlinterpretiert.
Ein Zusammenschluss verschiedener US-amerikansicher Krebsorganisationen (The National Ovarian Cancer Coalition, The Gynecologic Cancer Foundation, The Society of Gynecologic Oncologists und The American Cancer Society) unter der Federführung von Dr. Barbara Goff (University of Washington) veröffentlichte nun eine Liste von Warnsignalen, die auf ein Ovarialkarzinom im frühen Stadium hinweisen könnten.
Dazu gehören vor allem:
Becken- oder Unterleibsschmerzen
Aufblähungen
Völlegefühl
Veränderungen des Harndrangs
Wenn diese Symptome über mehrere Wochen hinweg täglich auftreten, sollten rektale und Becken-Untersuchungen eingeleitet werden. Bei Auffälligkeiten folgt ein
Ultraschall und eventuell ein Bluttest. Selbst wenn die Ultraschall-Untersuchung unauffällige Befunde liefert, sollte eine
Koloskopie oder ein CT erwogen werden, meint Goff.
Symptome sind nicht spezifisch, können aber Hinweise liefern
Die genannten Symptome sind natürlich wenig spezifisch und könnten ebenso gut auf einen Reizdarm hindeuten. Können jedoch die näher liegenden Erkrankungen ausgeschlossen werden, gelte es weiterzuforschen, fordert Dr. Debbie Saslow von der American Cancer Society. "Ovarialkrebs ist nicht das erste, was man vermuten muss, aber es sollte eine der Sachen sein, nach denen man schaut."
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Seite der National Ovarian Cancer Coalition (NOCC)
www.ovarian.org
und der American Cancer Society
www.cancer.org fs / Quelle: Medical News Today