Diabetes-TÜV der Deutschen BKK: weniger Schädigungen an Füßen und Augen
19.04.2006 - 11:47 Uhr,
Deutsche BKK
Wolfsburg (ots) - Mit dem Diabetes-TÜV, der übrigens ein
TÜV-Siegel vom TÜV Süd erhalten hat, bietet die Deutsche BKK eine
jährliche Vorsorgeuntersuchung auf Folgeerkrankungen des Diabetes
mellitus an. Versicherte der Krankenversicherung , die an Diabetes
erkrankt sind, haben dadurch deutschlandweit ein zusätzliches
Vorsorgeinstrument, das ihnen eine höhere Sicherheit vor den
Folgeerkrankungen des Diabetes eröffnet, sofern sie den kostenfreien
Diabetes-TÜV wahrnehmen. Auf einem einseitigen Bogen können Hausarzt
oder Augenarzt die Befunde zu Blutdruck, HbA1c, Fuß- und
Nierenuntersuchung, sowie zum Augenhintergrund dokumentieren. Die
Daten der Jahre 2002-2004 wurden am Universitätsklinikum Jena
ausgewertet.
Die Studie basiert auf Behandlungsdaten von rund 4900 Patienten
aus Niedersachsen aus den Jahren 2002 - 2004. Verschiedene Werte
fallen dabei günstiger aus als in der Voruntersuchung des Diabetes
TÜV von 1997 bis 2000 und deutlich besser als bei Untersuchungen aus
anderen europäischen Ländern oder den USA:
Fast 70% der Diabetespatienten haben sehr gute HbA1c-Werte. Das
verweist auf eine Betreuung der Patienten, die sich international
sehen lassen kann, teilt der Leiter des Jenaer Diabetesteams, Prof.
Dr. U. A. Müller, mit. Der HbA1c-Wert zeigt die Qualität der
Diabetesbehandlung im letzten Vierteljahr an. Auch wenn der Patient
noch völlig beschwerdefrei ist, kann der Hausarzt an diesem Wert
erkennen, ob der Patient gefährdet ist, Folgeerkrankungen an Augen,
Nerven oder Nieren zu bekommen.
Augenschäden sind bei den Versicherten der Deutschen BKK selten.
In Zusammenarbeit mit Prof. Bertram, Aachen, wurde erstmals an einer
großen, sorgfältig untersuchten Patientengruppe gezeigt, dass bei
84% der Patienten im Diabetes-TÜV Augenschäden verhindert werden
konnten. In Großbritannien oder den USA dagegen haben ein Drittel der
Patienten mit Typ-2-Diabetes bereits bei der erstmaligen Feststellung
des Diabetes Schäden am Augenhindergrund. Steigt der HbA1c-Wert über
7%, erhöht sich auch das Risiko, zunächst leicht, bei einem Wert über
8% aber deutlich. Dann wird der Arzt in Abstimmung mit dem Patienten
die Medikamente anpassen, häufigere Harn- oder
Blutzuckerselbstkontrollen empfehlen, und die Teilnahme an einem
Patientenschulungsprogramm vorschlagen.
Besonders schwerwiegende Einschränkungen erleiden die Patienten
mit einem diabetischen Fußsyndrom. Durch schleichende Zerstörung der
Nerven können schmerzlose Geschwüre an den Füßen entstehen. Diese
werden oft nicht rechtzeitig bemerkt, oder auch wegen des fehlenden
Schmerzes nicht erst genommen. Im Diabetes-TÜV wurde bei 9 von 1000
Patienten ein Fußgeschwür festgestellt. In der Voruntersuchung von
1997-2000 waren es immerhin noch 20 von 1000 Patienten. Hier hat die
Vorsorgeuntersuchung also nachweisbare Erfolge gezeigt.
Auch für die Ärzte ist der Diabetes-TÜV ein attraktives
Zusatzangebot, denn sie können die Versorgung der Diabetespatienten
optimieren und erhalten Vergütungen für diese zusätzlichen
Vorsorgeuntersuchungen, die dem Budgettopf hinzuaddiert werden und
somit nicht den Punktwert mindern.(Quelle:
Presseportal)