19.04.2006
Berlin (kobinet) Die von kobinet veröffentlichte Nachricht "Mehrheit der Deutschen grundsätzlich zur Organspende bereit" hat zustimmende Reaktionen, aber auch eine heftige Kritik aus Berlin hervorgerufen. Dem Referenten für Öffentlichkeitsarbeit eines großen gemeinnützigen Dienstleisters für behinderte Menschen "kommt immer öfter die Galle hoch", wenn er diesen ehrenamtlich erarbeiteten Nachrichtendienst liest, so auch bei
kobinet 13.4.06. "Ich muss das leider so krass schreiben", mailte er dem Verfasser der Nachricht.
Nun steht für alle der elektronische
Leserbriefkasten offen, Meinungen zu äußern. Der wurde allerdings nicht benutzt. "Organe kann man nicht bei Verstorbenen entnehmen, Organspender sind immer Sterbende, die noch nicht gestorben sind", so wurde der Verfasser belehrt.
Da dies mit grundsätzlicher Kritik und dem Hinweis verbunden war, "dass viele Leute aus meinem Bekanntenkreis diese Kritik teilen", fühlt sich der Adressat zu ebenso prinzipieller Antwort verpflichtet, ohne seinerseits über deutsches oder europäisches Transplantationsrecht belehren zu wollen:
Nachrichten, auch die von kobinet, müssen nicht auf einer von wem auch immer festgelegten Linie liegen. Sie sollen informieren, bilden, manchmal auch unterhalten und womöglich zu Diskussionen führen
(siehe auch). Zum Thema Organspende mag es unterschiedliche Meinungen geben wie auch über den Hirntod, der von zwei Ärzten unabhängig voneinander vor einer Organentnahme zweifelsfrei festgestellt werden muss.
Tatsache ist, dass sich noch zu wenige Menschen mit einem Organspendeausweis dafür entschieden haben, anderen Menschen zu helfen. Darüber wird es weiter Nachrichten, Berichte und Kommentare geben, möglicherweise auch Leserbriefe. sch
Quelle:rehacare