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Alt 21.04.2006, 07:09
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.994
Standard Magnesium-Mangel fördert diabetische Folgeschäden

Gesellschaft für Biofaktoren warnt: Magnesium-Mangel fördert diabetische Folgeschäden


21.04.2006 - 08:00 Uhr, Gesellschaft für Biofaktoren e.V.

Stuttgart (ots) - Patienten mit Diabetes sind häufig nicht
ausreichend mit dem Mineralstoff Magnesium versorgt: Einer Studie an
der Universität Stuttgart-Hohenheim zufolge, wiesen von rund 5500
Diabetikern nur 11% der insulinpflichtigen und 15% der
nicht-insulinpflichtigen Patienten optimale Magnesiumwerte im
Blutserum auf.

Ein Defizit an dem lebensnotwendigen Vitalstoff kann aber für den
Krankheitsverlauf fatale Folgen haben, warnt die Gesellschaft für
Biofaktoren: Magnesium-Mangel fördert nicht nur den Diabetes, sondern
auch die gefürchteten Folgeschäden der Stoffwechselstörung an Herz
und Blutgefäßen.

"Umfangreiche epidemiologische Studien zeigen, dass das Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei erniedrigten
Magnesium-Konzentrationen im Blut erhöht ist", erklärte der
Vorsitzende der Gesellschaft, Prof. Hans-Georg Classen,
Magnesium-Experte aus Stuttgart-Hohenheim.

Aktuellen Erkenntnissen zufolge, scheint ein Magnesium-Mangel
entzündliche Prozesse zu fördern, die wiederum die Gefäßwände
schädigen: Wie mexikanische Wissenschaftler nachwiesen, steigt bei
erniedrigten Magnesium-Konzentrationen im Blutserum das so genannte
C-reaktive Protein (CRP) an, ein Eiweißkörper, welcher bei
entzündlichen Vorgängen vermehrt ins Blut abgegeben wird. Erhöhte
CRP-Werte gelten als Risikofaktor für die Entstehung von (Gefäß-)
Komplikationen wie Thrombosen und Herzinfarkte.

Je schlechter die Stoffwechseleinstellung, umso höher sind die
CRP-Werte. Das ergab eine Untersuchung eines US-amerikanischen
Forscherteams an 1018 US-Diabetikern.

Studien aus Italien, Brasilien und Mexiko ergaben außerdem, dass
durch Magnesium-Gaben die Wirksamkeit des Insulins verbessert werden
kann. Der Wirkverlust dieses Schlüsselhormons des Zuckerstoffwechsels
ist die wesentliche Ursache des Typ 2 Diabetes.

Warum ist die Magnesium-Versorgung bei Diabetikern so kritisch?
Nach Meinung der Gesellschaft für Biofaktoren wird von dem vor allem
in Vollkornprodukten, Nüssen und Hülsenfrüchten enthaltenen
Mineralstoff meist zu wenig über die Nahrung aufgenommen.

Gleichzeitig wird Magnesium bei Diabetikern häufig vermehrt über
die Nieren aus dem Körper herausgeschwemmt.

"Wadenkrämpfe sind ein Frühzeichen für einen Mangel", sagte
Classen. Im Zweifelsfall und bei Risikopersonen rät die Gesellschaft,
die Ernährung durch ein Magnesiumpräparat zu ergänzen.
Herz-Kreislauf-Gefährdeten wie Diabetikern empfehlen die Experten,
ein Präparat zu wählen, das den Mineralstoff in Form des
Magnesium-Orotats enthält. Denn der Biofaktor Orotsäure (Orotat)
unterstützt die Wirksamkeit des Magnesiums, insbesondere in seiner
Schutzfunktion für Herz und Kreislauf. Die körpereigene Substanz
fördert als so genannter Magnesium-Fixateur die Bildung natürlicher
Bindungsstellen für Magnesium in den Körperzellen, wodurch der
Mineralstoff besser am Wirkort fixiert werden kann. Gleichzeitig
verbessert Orotsäure die Energiebereitstellung in den
Herzmuskel-Zellen, wodurch die Belastbarkeit und Widerstandskraft des
Herzens verbessert wird.

www.gf-biofaktoren.de

(Quelle: Presseportal)
__________________
... schön Dich zu lesen ...


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Artikel "Krake Facebook"


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  #2  
Alt 23.04.2006, 19:56
Benutzerbild von micha
micha micha ist offline
Teammitglied - Fachautor für Pharmazie
 
Registriert seit: 28.03.2005
Beiträge: 164
Standard

Tach zusammen!

Nicht vergessen werden sollte ein weiterer Faktor für die Unterversorgung:

seit dem 01.04.2004 dürfen Magnesiumpräparate von Ärzten nur noch auf einem Kassenrezept verordnet werden, wenn der Patient an einem angeborenen Magnesium-Mangel leidet!

Da die Taschen der Patienten aber nicht voller werden, scheut so Mancher die Kosten für diese sinnvolle Zusatzmedikation.

Sparen ist ja sinnvoll, aber man kann sich auch im wahrsten Sinne des Wortes "totsparen".
Geiz ist nicht immer geil!

Bis die Tage
micha
__________________
Es soll ein jeder nach seiner Fasson selig werden.
(Friedrich der Große)
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