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Alt 23.04.2006, 13:50
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard Vorgeburtliche Diagnostik

Vorgeburtliche Diagnostik

Fast jede schwangere Frau wird heute vor die Frage gestellt, ob sie das in ihr heranwachsende Kind auf mögliche Fehlbildungen untersuchen lassen will. In Deutschland findet die Schwangerenvorsorge meist in der Frauenarztpraxis statt. Zur Pränataldiagnostik gehören: Bildgebende Verfahren (Ultraschall), invasive Verfahren zur Gewinnung und Untersuchung von Zellen des Ungeborenen (z.B. Fruchtwasserpunktion) und Blutuntersuchungen der schwangeren Frau zur Errechnung der Wahrscheinlichkeit einer Behinderung des Ungeborenen (Triple-Test, 1. Trimester-Test, das Down-Syndrom-Screening). Mit Hilfe dieser Techniken ist es möglich, eine begrenzte Anzahl von Krankheiten oder Behinderungen festzustellen.
Die Untersuchungen werden teilweise bis über die Zeit hinaus, in der das Ungeborene bereits außerhalb des Mutterleibs überleben könnte, angeboten. Pränataldiagnostik wird von vielen Medizinern als Fürsorge für das Ungeborene verstanden. Ausgeblendet wird dabei häufig, dass das Ergebnis unter Umständen eine Entscheidung über Leben und Tod bedeuten kann.

Informationen über die einzelnen Diagnoseverfahren bietet ein Faltblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA). Das Faltblatt kann hier als PDF heruntergeladen werden.
Was kommt nach der Diagnose?

Ist eine Behinderung erkannt, gibt es nur in seltensten Fällen eine Möglichkeit zur Behandlung vor der Geburt. Deshalb erscheint ein Schwangerschaftsabbruch oft als einziger Ausweg. Die meisten Verfahren mit einem sicheren Ergebnis können jedoch erst relativ spät durchgeführt werden. Viele schwangere Frauen und ihre Partner haben dann bereits eine Beziehung zum Kind aufgebaut. Die Frage: "Bekomme ich mein Kind oder nicht?" kann eine Krise auslösen.
Mit Ihren Fragen müssen Sie nicht alleine bleiben. Psychosoziale Beratungsstellen sind zusätzlich zu der Beratung durch Ärzte/innen oder Ihre Hebamme für Sie da.
Literaturhinweise:


Schwanger sein - ein Risiko? Informationen und Entscheidungshilfen zur vorgeburtlichen Diagnostik.
Hrsg.: Sichtwechsel e.V., Verein zur Förderung der Ziele des Netzwerkes gegen Selektion durch Pränataldiagnostik.
Düsseldorf
Schwangerschaft und pränatale Diagnostik
Hrsg.: Sichtwechsel e.V., Verein zur Förderung der Ziele des Netzwerkes gegen Selektion durch Pränataldiagnostik.
Düsseldorf
Sie erhalten diese Broschüren bei:
Verlag Selbstbestimmtes Leben, 1998
c/o Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte
Brehmstr. 5-7
40239 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 64 00 40 Telefax: (02 11) 64 00 4-20
Internet: www.bvkm.de

Adressen zum Thema Vorgeburtliche Diagnostik in Ihrer Umgebung



Quelle: Familienratgeber
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  #2  
Alt 23.04.2006, 17:15
Conny Conny ist offline
Forenhexe
 
Registriert seit: 07.02.2006
Ort: Wilhelmshaven
Beiträge: 2.501
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ein interessantes und brisantes thema!

ich kenne einige frauen bzw. eltern,
denen nach einer solchen diagnose die unglaublichsten vorwürfe gemacht wurden, dass sie ihr (leicht oder schwer) behindertes kind trotzdem bekommen haben...

ich denke, es ist wichtig sich vor einer solchen diagnostik mit diesem thema auseinander zu setzen, soweit das möglich ist.

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  #3  
Alt 23.04.2006, 21:06
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
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ich finde es einerseits sehr gut das es diese möglichkeiten heute gibt,für mich selbst würde ich aber diese untersuchung ablehnen ich könnte kein kind abtreiben nur weil es eventuel oder bestimmt behindert ist.
anderseits habe ich für eltern volles verständnis die diese untersuchungen machen und auch dann sagen wir haben nicht die kraft solch ein kind zu lieben.
sollte es für jemanden unmöglich sein eine abtreibung zu machen würde ich immer dahin tendieren lieber erst nach der geburt zu erfahren was mit den kind ist als wärend der schwangerschaft so ist dann schon eine feste bindung vorhanden
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  #4  
Alt 23.04.2006, 22:13
Conny Conny ist offline
Forenhexe
 
Registriert seit: 07.02.2006
Ort: Wilhelmshaven
Beiträge: 2.501
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kann ich verstehen, ist aber auch nicht immer die beste lösung...

mein patenkind hatte einen offenen bauch und eine darmschlinge hing heraus. wenn das vorher nicht bekannt gewesen wäre, dann wäre sie wahrscheinlich unter der geburt gestorben. bei ihr war es überlebenswichtig per kaiserschnitt auf die welt zu kommen...
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  #5  
Alt 23.04.2006, 22:27
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
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an so einen fall habe ich wiederum nicht gedacht.egal wie auch immer ein sehr schwierieges aber auch sehr wichtiges thema wo man sich klar sein sollte egal welche entscheidung man trift es hängt viel davon ab ,und sollte sich in ruhe überlegen was man macht.
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