Mo 25.02.2008 23:25-00:40 (SWR)
Do 28.02.2008 23:15-00:35 (WDR)
Mount Everest
Der Friedhof meiner Freunde
Dokumentarfilm, Deutschland 2007
Wenige Meter unter dem Gipfel des Mount Everest gibt der deutsche Thomas W. sein letztes Interview. Inzwischen ist er fast völlig blind: "Wir sind jetzt auf 8.300 Meter Höhe. Um Mitternacht gehen wir los. Wenn wir Glück haben, heißt uns der Mount Everest morgen willkommen." Monate ist es inzwischen her, dass er sich an den Bergführer Harry K. wandte und ihm sein Vorhaben schilderte, trotz drohender Blindheit den Mount Everest zu besteigen. Seit einer Tumoroperation verliert Thomas W. mit abnehmendem Druck sein Augenlicht. Auf den Gipfel will er trotzdem, um anderen Menschen mit einem Handicap Mut zu machen. Deshalb engagiert er zwei Kameramänner, die seinen Aufstieg von Meereshöhe bis auf 8.850 Meter dokumentieren sollen. Atemberaubende Landschaften und Interviews mit ihm halten die beiden ebenso fest wie die extremen Anstrengungen, die eine solche Expedition bedeutet. Am 25. Mai 2007, gegen Mitternacht, nehmen Thomas W., der Bergführer Harry K. und zwei Träger den letzten Teil der Gipfelbesteigung in Angriff. Thomas W. wird den Gipfel nicht erreichen, die Expedition nicht überleben. Der Film von Victor Grandits und Jessica Krauß begleitet die Mount-Everest-Expedition von den Anfängen in Holland bis hinauf in die Todeszone. Hautnah ist die Kamera bei jedem Schritt dabei, wenn der erblindende Thomas sich Meter um Meter nach oben kämpft, bis zu seinem Tod.