Außenanlage eines Wohnheimes für Demenzkranke
Demenzkranke Bewohner werden oft auf den Stationen eingeschlossen, damit sie sich nicht verlaufen. Es ist ein großes Problem, den Spagat hinzubekommen, sie sicher zu behüten und gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, auch einmal draußen zu sein.
Vor einiger Zeit sah ich einen kleinen Bericht über ein spezielles Heim für Demenzkranke.
Sie hatten die Außenanlage, es war ein kleiner parkähnlicher Garten, vollständig eingezäunt.
Demenzpatienten brauchen Bezugspunkte, die sie wiedererkennen. Es gibt ihnen Sicherheit.
Dieses Heim löste es wie folgt:
Im Garten hatten sie u. a. ein altes Telefonhäuschen und eine komplette Bushaltestelle (mit Wartehäuschen und Bänken sowie einem Bushaltestellen-Schild) aufgebaut.
Gerade die Bushaltestelle war besonders beliebt. Die Bewohner wanderten durch den Garten und landeten irgendwann bei der Bushaltestelle und warteten auf den Bus, um entweder in die Stadt oder nach Hause zu fahren (die Aussagen waren unterschiedlich).
Dieser - aus dem früheren Leben bekannter - Bezugspunkt vermittelte ihnen Sicherheit. Die Mitarbeiter gingen ab und an zu der Bushaltestelle und nahmen diejenigen mit ins Haus, die nach Hause fahren wollten ...
Sicher gibt es noch viele andere Beispiele, die in ähnlicher Weise ganz pfiffig den Bedürfnissen von Heimbewohnern gerecht werden.
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