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Zitat von vienetta
ja und vielleicht flyer verteilen ich finde es einfach eine frechheit je länger ich drüber nachdenk.....wenn ich jetzt nur mal an mich denke als alleinerziehende mama mit einem "bodygard "kind ich kann wahrscheinlich so schnell nicht wieder arbeiten meine elternzeit läuft im juli ab und ich kann kündigen.
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Hallo Vienetta,
so was meine ich: so geht es zig Müttern! Ich selbst bin gelernte Bankkauffrau - in meinem Beruf gibts den Wiedereinstieg nur als Ultimokraft (also um den Ersten herum - dann aber ganze Tage und durchaus auch mit mal etwas mehr als 8 Stunden) oder aber Vollzeit.
Teilzeit wird da z. B. überhaupt nicht gerne gesehen ...
Mein letztes Anstellungsverhältnis war Assistentin der Geschäftsleitung in einem Unternehmenskonglomerat mit einigen GmbHs und international agierenden AGs. Von so einem Job wollen wir hier jetzt schon gar nicht reden - da gehste nämlich nicht nach 8 Stunden nach Hause ...

(ist also selbst mit einem gesunden Kind kaum möglich, da brauchts dann ne Nanny ...)
Wenn Du dann noch sagst: "Mein Kind hat Epilepsie und bei Anfällen muss ich das Kind versorgen" , was meinst Du, was ein Arbeitgeber dann bei einem Vorstellungsgespräch sagen würde?
Ich selbst würde mich nicht als Angestellte einstellen - da bin ich ehrlich. Und so gehts halt vielen Müttern: sie werden durch die Behinderung / chronische Erkrankung ihrer Kinder ausgebremst.
Ohne Pflegegeld fehlen sogar noch die minimalen Anwartschaften zur Rentenversicherung - in 30 Jahren müssen wir uns dann wohl noch anhören, wir wären ja faul gewesen, denn wir hätten ja nicht gearbeitet, oder wie?
Nee! Gerade hier müssen wir versuchen, viele Eltern zu mobilisieren, bevor ein solches Gesetz beschieden wird, wo dann auch noch weitere Nachteile erwachsen - es ist jetzt schon so, dass wir viel zu wenig in unserer Arbeit unterstützt werden!
Siehe Kämpfe um Hilfsmittel, die das Leben erleichtern siehe Kämpfe um die Pflegestufe usw.
Ich denke, die Zeit ist reif und diese Meldung sollte Anlaß sein, der Bevölkerung einmal zu vermitteln, wie viel wir leisten und wie viel auch unsere Kinder leisten, die da immer wieder fleißig ihre Übungen machen ... und wie wichtig es ist, dass wir dafür auch Pflegegeld und die damit verbundenen Anwartschaften usw. erhalten - eben, damit die Allgemeinheit noch lange durch unsere Arbeit entlastet wird und nicht die Kinder plus die Eltern in stationären Pflegeheimen (weil sie alle ausgelaugt und körperlich am Ende sind) versorgt werden müssen ... denn dann wirds für die Sozialversicherung erst richtig teuer!!!
LG
Mary