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30.04.2006, 10:49
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Anfallauslösendes Medikament?
Hallo Micha,
weißt Du vielleicht, ob das Medikament Traumeel s eine anfallsauslösende Wirkung zeigen kann?
Dieses Medikament aus der Alternativmedizin gebe ich Kim gegen eine chronische Hauterkrankung.
Es zeigt klasse Wirkung(verordnet wurde es von einer Hautärztin/Alternativmedizinerin).
Nun habe ich über einen längeren Zeitraum beobachtet,
daß, wenn Traumeel S hier eingesetzt wird, Kim häufigere, sehr arge Abfälle bekommt.
Vor 14 Tagen kam es hier 2x zum Status epilepticus.
Danach habe ich es abgesetzt, nun ist wieder Ruhe.
Die Dosierung war:
3x tägl.eine Tablette, im Akutfall erhöht auf 3x tägl. 2 Tabletten.
Die Hautärztin und der Neurologe meinen, dieses Medikament sei nicht der Auslöser gewesen.
Nun ist es ja so, daß auch in der Naturheilkunde Wirkstoffe bekannt sind, die anfallsauslösend sein können.
Solltest Du wissen, ob da ein Zusammenhang zwischen Traumeel S und Anfällen bestehen könnte, wäre ich dankbar für Antwort.
LG
Nancy
Geändert von Nancy (30.04.2006 um 11:47 Uhr).
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30.04.2006, 22:09
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Teammitglied - Fachautor für Pharmazie
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Registriert seit: 28.03.2005
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Liebe nancy!
Danke für Dein Vertrauen in meine Kenntnisse.
Habe noch mal im Netz gebuddelt, da mein Repertorium in der Apo liegt.
Wenn Du Deiner Tochter Traumeel häufig oder gar regelmäßig gegeben hast, habe ich die Vermutung, daß Belladonna (ein Inhaltsstoff von Traumeel) der "Übeltäter" ist.
Als homöopathisches Akutmittel angewandt, gibt es üblicherweise kein Problem; aber bei regelmäßiger Einnahme kann der Konsument eine sog. "Arzneimittelprüfung" durchmachen.
Das bedeutet, daß sich dann genau die Symptome einstellen, die die betreffende Arznei hervorruft. Im Falle von Belladonna sind es unter anderem auch Krampfanfälle.
Ein Beispiel dazu: ein Mann ließ sich von einer homöopathischen Ärztin wegen seiner Magenkrämpfe behandeln. Ihr einziger Rat war, den Kamillentee wegzulassen. Der Mann hatte nämlich seit Monaten täglich Kamillentee konsumiert, um sich vor einer neuen Magenschleimhautentzündung, die er einmal hatte, zu schützen. Durch die dauerhafte Einnahme von Kamille hat er, ohne es zu wollen, eine Arzneimittelprüfung auf Kamille gemacht, die diese Beschwerden hervorruft.
Da Deine Tochter bei Absetzen des Medikamentes keine Anfälle mehr hatte, rate ich dazu, dieses gar nicht mehr zu geben. Bitte hole wegen der chron. Hauterkrankung noch einmal den Rat eines homöopathischen Arztes ein.(Adressen im Zweifelsfall über mich)
Bei weiteren Fragen bitte gerne melden, ich tue mein Möglichstes.
LG micha 
__________________
Es soll ein jeder nach seiner Fasson selig werden.
(Friedrich der Große)
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30.04.2006, 22:23
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Lieber Micha,
vielen Dank für Deine Mühe und Deine ausführliche Erklärung.
(Ansonsten habe ich, auch von unserem Apo nur die Meldung gehabt-wie seitens der Ärzte-:uns ist das nicht bekannt)
Ich werde das Traumeel S jetzt erst mal ganz weglassen.
Bei Kim handelt es sich um Furunkolse(ausglöst durch das Medi Keppra, was sie leider nehmen muß).
Letzes Jahr hatten wir eine erfolgreiche Darmsanierung mit Autovacchine, Pro Symbioflor und Symbioflor).
Leider hält der Erfolg nicht lange an, weil sie ihre Medikamente weiter einnehmen muß.
Momentan agiere ich mit antibiotischer Salbe im Akutfall(geht nicht anders, sonst kommt eine OP nach der anderen) und Magerquark, den ich kalt auftrage(hat eine klasse Wirkung).
Für einen Ratschlag bin ich immer dankbar.
Danke Nochmal!
LG
Nancy
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30.04.2006, 22:37
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Teammitglied - Fachautor für Pharmazie
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Registriert seit: 28.03.2005
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Furunkulose
Liebe nancy,
auch die Furunkulose kann man homöopathisch behandeln. Weiß leider gerade nicht das Mittel, rate aber, zu einem homöopathischen Arzt zu gehen. Allein schon wegen der Vielzahl an Symptomen bei Deiner Tochter. Das ist nichts mehr für eine Laienbehandlung (damit bin auch ich gemeint!).
LG micha
__________________
Es soll ein jeder nach seiner Fasson selig werden.
(Friedrich der Große)
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30.04.2006, 22:57
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Lieber Micha,
die Homöopathen, die ich bisher aufsuchte, arbeiten nicht, wenn der Patient chemische Präparate einnimmt
(auf die wie hier nicht verzichten können wegen der Epiliepsie).
Ich habe einmal eine rein homöopathische Behandlung versucht. Weit sind wir nicht gekommen. Als wir die Hälfte der Dosierung abgesetzt hatten, war es für meine Tochter fast zu spät.
Das Risiko möchte ich nicht mehr eingehen.
Leider darf Kim auch keine homöopathischen Tropfen einnehmen, sie waren immer eher anfallauslösend.
Ich habe schon von Epilepsie-Patienten gehört, die erfolgreich homöopathisch behandelt wurden.
das kommt wahrscheinlich auf die Epilepsie an, wir hatten da das Pech, das Kim eine heftige Epilepsie(Lennox-Syndrom) hat, die eh schwer zu therapieren ist.
Die Hautärztin, bei der wir sind, arbeitet kombiniert.
Sie hat uns schon ein ordentliches Stück weiter gebracht.
Nun reagiert Kim immer herbe, auf Alles, was sie einnimmt.
Die Ärzte verstehen das eh nicht, weil sie übersensibel reagiert und es wohl bei anderen Epilepsie-Patienten so noch nicht vorgekommen ist.
(Ich reagiere aber auch so auf alle Medis, im positiven, als auch im Negativen)
Solltest Du eine gute Adresse haben, bin ich immer offen, weiter zu versuchen.
LG
Nancy 
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30.04.2006, 23:26
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 28.03.2005
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... wäre Dir der Weg nach Dortmund noch ok? ... dann frage ich bei unserem Doc nach (kein Facharzt für Dermatologie) ...
Unser Arzt arbeitet schulmedizinisch, homöopathisch und anthroposophisch
Auch im Mix
Tanja ist mit Ihrer Epilepsie sowohl mit einem schulmedizinischen als auch mit einem anthroposophischen Mittel eingestellt und recht stabil.
Ich würde ihn fragen, ob er Deine Tochter annimmt - er ist ja eigentlich Kinder- und Jugendmediziner ...
LG
Mary
__________________
... schön Dich zu lesen  ...
Hiermit untersage ich ausdrücklich aus datenschutzrechtlichen Gründen, mich als Kontakt in Netzwerken wie Facebook anzugeben! Bitte wahrt meine Persönlichkeitsrechte und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich z. B. den Artikel "Krake Facebook"
Und wen Öko-Themen interessieren, hier meine neue Lieblingsseite - ganz frisch auf'm Markt: SymBioZone
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30.04.2006, 23:31
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Liebe Mary,
das wäre ok.
Er dürfte nur nichts an der momentanen Einstellung wg. Epilepsie verändern, da würde ich gerne bei unserem Neuro bleiben(der ist echt klasse).
Ansonsten würde ich jede Zusatzeinstellung versuchen.
Danke!!
LG
Nancy
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06.05.2006, 23:07
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 01.08.2005
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ich drücke mal die daumen das es für kim eine hilfe gibt ohne das sie wieder mehr anfälle bekommt
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