Riskantes Teilen von Medikamenten weit verbreitet
Riskantes Teilen von Medikamenten weit verbreitet
Mit seinen Lieben sollte man nicht alles teilen: Bei der Weitergabe von rezeptpflichtigen Medikamenten gilt es, Vorsicht statt Freigiebigkeit walten zu lassen, betonen Fachleute. Dass das Teilen von Arzneien mit Gefahren behaftet ist, scheint jedoch wenig bekannt zu sein. Wie eine US-amerikanische Studie zeigt, leihen sich 29 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer medizinische Präparate von anderen Personen oder teilen sie mit diesen. Analysiert wurden die Daten von insgesamt rund 26.600 Personen.
"Die Menschen nehmen an, es bestünde dabei kein Risiko", stellt Studienleiterin Margaret Honein fest. "Folglich glaube ich, dass wir in unserer Gesundheitskommunikation deutlicher sein müssen, wenn es um die mit dem Teilen von Medikamenten verbundenen Gefahren geht." Zu diesen Risiken zählen allergische Reaktionen, Wechselwirkungen mit anderen eingenommenen Medikamenten und Resistenzen gegen Antibiotika. Bei schwangeren Frauen bestehe zudem die Gefahr einer möglichen Schädigung des Ungeborenen durch das geliehene Präparat, hebt das Forscherteam im "Journal of Women’s Health" hervor.
Warum Medikamente ausgeliehen werden
Die am häufigsten genannten Gründe für das Arzneimittel-Sharing: "Ich habe das Medikament bereits verschrieben bekommen, es ist mir aber ausgegangen oder ich habe es nicht bei mir" (72 Prozent), "Ich habe das gleiche Problem wie die Person, die das Medikament hat" (49 Prozent), "Ich habe es von einem Familienmitglied bekommen" (44 Prozent) und "Ich möchte etwas Starkes gegen Schmerzen oder Kopfweh" (39 Prozent).
"Ich bin sicher, dass alle Gesundheitsbediensteten wissen, dass das Teilen von Medikamenten in einem gewissen Ausmaß stattfindet, aber ich glaube nicht, dass sie realisieren, dass es derart üblich ist", betont die Studienleiterin. Bei der Verschreibung eines Präparats, dessen Weitergabe an andere besonders problematisch erscheint, sollten diese Gefahren mit der Patientin oder dem Patienten besprochen werden, fordert das Autorenteam in seinem Bericht.
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Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,
als der Weg von der Erde zum Mond.
angie
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