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  #1  
Alt 12.09.2008, 21:33
Benutzerbild von angelika
angelika angelika ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 08.02.2006
Ort: rotterdam und wien
Beiträge: 7.502
Standard Riskantes Teilen von Medikamenten weit verbreitet

Riskantes Teilen von Medikamenten weit verbreitet


Mit seinen Lieben sollte man nicht alles teilen: Bei der Weitergabe von rezeptpflichtigen Medikamenten gilt es, Vorsicht statt Freigiebigkeit walten zu lassen, betonen Fachleute. Dass das Teilen von Arzneien mit Gefahren behaftet ist, scheint jedoch wenig bekannt zu sein. Wie eine US-amerikanische Studie zeigt, leihen sich 29 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer medizinische Präparate von anderen Personen oder teilen sie mit diesen. Analysiert wurden die Daten von insgesamt rund 26.600 Personen.
"Die Menschen nehmen an, es bestünde dabei kein Risiko", stellt Studienleiterin Margaret Honein fest. "Folglich glaube ich, dass wir in unserer Gesundheitskommunikation deutlicher sein müssen, wenn es um die mit dem Teilen von Medikamenten verbundenen Gefahren geht." Zu diesen Risiken zählen allergische Reaktionen, Wechselwirkungen mit anderen eingenommenen Medikamenten und Resistenzen gegen Antibiotika. Bei schwangeren Frauen bestehe zudem die Gefahr einer möglichen Schädigung des Ungeborenen durch das geliehene Präparat, hebt das Forscherteam im "Journal of Women’s Health" hervor.
Warum Medikamente ausgeliehen werden
Die am häufigsten genannten Gründe für das Arzneimittel-Sharing: "Ich habe das Medikament bereits verschrieben bekommen, es ist mir aber ausgegangen oder ich habe es nicht bei mir" (72 Prozent), "Ich habe das gleiche Problem wie die Person, die das Medikament hat" (49 Prozent), "Ich habe es von einem Familienmitglied bekommen" (44 Prozent) und "Ich möchte etwas Starkes gegen Schmerzen oder Kopfweh" (39 Prozent).
"Ich bin sicher, dass alle Gesundheitsbediensteten wissen, dass das Teilen von Medikamenten in einem gewissen Ausmaß stattfindet, aber ich glaube nicht, dass sie realisieren, dass es derart üblich ist", betont die Studienleiterin. Bei der Verschreibung eines Präparats, dessen Weitergabe an andere besonders problematisch erscheint, sollten diese Gefahren mit der Patientin oder dem Patienten besprochen werden, fordert das Autorenteam in seinem Bericht.
__________________
Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,

als der Weg von der Erde zum Mond.
angie
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  #2  
Alt 27.09.2008, 21:23
Benutzerbild von micha
micha micha ist offline
Teammitglied - Fachautor für Pharmazie
 
Registriert seit: 28.03.2005
Beiträge: 164
Standard

Interessanterweise werden nicht nur die Medikamente miteinander geteilt, sondern auch gleich die Diagnosen.
Der Spruch "Ich habe das Gleiche wie meine Nachbarin" ist gar nicht selten, wobei 99% Fehldiagnosen sind. Ähnlichkeit der Symptome heisst ja nicht gleiche Erkrankung!

Diese Leute wundern sich dann übrigens auch, warum der Arzt ein anderes Medikament verordnet, denken, die Apotheke hätte etwas Falsches abgegeben!
Soviel Dummheit muss doch schon wehtun?!

Manche machen dann in der Arztpraxis die Welle und wollen partout ein anderes (diesmal das richtige!) verordnet haben.

LG eurer (leidgeprüfter) micha
__________________
Es soll ein jeder nach seiner Fasson selig werden.
(Friedrich der Große)
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