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  #1  
Alt 29.12.2008, 18:15
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard Paracetamol wird rezeptpflichtig

Paracetamol wird rezeptpflichtig

Das Schmerz- und Fiebermittel Paracetamol ist auch deshalb beliebt, weil es schon bei Kindern eingesetzt werden kann. Bisher ist es rezeptfrei erhältlich. Ab April 2009 werden Packungen, in denen mehr als zehn Gramm des Wirkstoffs stecken, nun aber rezeptpflichtig.

Einer der wichtigsten Gründe: Als Nebenwirkung sind Leberschäden möglich.

"So können bei einem gesunden Kind bereits Leberschäden auftreten, wenn es einmal mehr als 100 bis 150 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht einnimmt", schreibt Dr. med. Christoph Müller vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Freiburg im Apothekenmagazin "Baby und Familie".

Und weiter: "Wird die Tageshöchstdosis von 60 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht über mehrere Tage überschritten, kann dies zu Leberversagen führen."

Eltern sollen sich deshalb immer erkundigen, welche Dosis für ihr Kind gilt und welcher Abstand zwischen den Gaben einzuhalten ist. "Richtig eingenommen", so Müller, "ist Paracetamol ein gutes Schmerz- und Fiebermittel. Die Höchstdosis darf aber nicht überschritten werden."


quelle BABY UND FAMILIE
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  #2  
Alt 29.12.2008, 20:54
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.994
Standard

Diese Rezeptpflicht hat auch Vorteile für die Patienten - damit wird es wieder verordnungsfähig und somit Kassenleistung.

Für Erwachsene zwar nicht so interessant, aber bei Verordnungen für Kinder, die von der Zuzahlung befreit werden.

Da viele Kinder von Armut betroffen sind, ist dies zumindest ein kleiner findanzieller Vorteil für diese Familien.
__________________
... schön Dich zu lesen ...


Hiermit untersage ich ausdrücklich aus datenschutzrechtlichen Gründen, mich als Kontakt in Netzwerken wie Facebook anzugeben! Bitte wahrt meine Persönlichkeitsrechte und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich z. B. den
Artikel "Krake Facebook"


Und wen Öko-Themen interessieren, hier meine neue Lieblingsseite - ganz frisch auf'm Markt: SymBioZone

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  #3  
Alt 22.01.2009, 22:01
Benutzerbild von micha
micha micha ist offline
Teammitglied - Fachautor für Pharmazie
 
Registriert seit: 28.03.2005
Beiträge: 164
Standard

Ich muss die Angaben leider etwas "berichtigen":
  1. Ab 8g Paracetamol (=16 Tabletten zu 500mg) ist bei Erwachsenen ein Leberschaden nicht nur möglich sondern wahrscheinlich! (Eines der Entgiftungssysteme der Leber wird blockiert)
  2. Es werden nur Packungen über 20 Tabletten (010g Wirkstoff) rezeptpflichtig; daher ändern die Hersteller gerade alle ihre Packungen; Packungen mit weniger als 20 Tab. und Zäpfchen für Kinder (max. 10 St. zu 500mg) bleiben rezeptfrei.
  3. Die Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkasse ist meines Erachtens nicht so rosig, wie Mary sie geschildert hat.
Es gibt einige Arzneimittel, die trotz Rezeptpflicht nicht von den Kassen übernommen werden, z. B. weil sie nur für eine kurze Anwendungsdauer gedacht sind (u. a. Schlafmittel); hier erstatten die Kassen das Arzneimittel nur für kurze Zeit.

Ärzte werden auch von den Kassen gezielt angemahnt, wenn sie verschreibungspflichtige Arzneimittel verordnen, zu denen es eine rezeptfreie Alternative gibt; z. B. ACC long (Schleimlöser, Rezept) und ACC akut (frei, bei gleicher Zusammensetzung). Wenn der Arzt keinen Ärger will, schreibt er das Medikament auf einem Privatrezept oder einem grünen Rezept (im Prinzip ein Privatrezept für rezeptfreie Medis; man könnte es auch Notizzettel nennen) auf oder sagt dem Patienten:"Das darf ich nicht mehr aufschreiben, kaufen Sie sich das Mittel selbst!"

Aber, wie heisst es so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt!

In diesem Sinne
LG micha
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(Friedrich der Große)
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  #4  
Alt 22.01.2009, 22:08
Benutzerbild von angelika
angelika angelika ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 08.02.2006
Ort: rotterdam und wien
Beiträge: 7.502
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danke micha für deine informationen ...
lg
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angie
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  #5  
Alt 22.01.2009, 22:08
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
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es geht doch hier nur um den wirkstoff betr leberschaden wie verhält es sich bei imbum1000mg wirstoff ibuprofen,dl-lysinsalz
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  #6  
Alt 22.01.2009, 22:39
Benutzerbild von micha
micha micha ist offline
Teammitglied - Fachautor für Pharmazie
 
Registriert seit: 28.03.2005
Beiträge: 164
Standard

Ibuprofen hat keine solchen Auswirkungen auf die Leber.
Bei einer langdauernden Hochdosistherapie tritt eher eine Magenreizung auf.

Imbun 1000mg hört sich ja toll viel an, aber der Gehalt an reinem Ibuprofen beträgt nur 585,2mg! Tageshöchstdosis ist hier 3x1 Tabl.

LG micha
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  #7  
Alt 22.01.2009, 22:45
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
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da danke ich dir lieber micha und wundere mich nimmer bin auf 5 eingestellt
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  #8  
Alt 22.01.2009, 23:07
Benutzerbild von micha
micha micha ist offline
Teammitglied - Fachautor für Pharmazie
 
Registriert seit: 28.03.2005
Beiträge: 164
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Liebe eva,
in Ausnahmefällen können bis zu 3200mg pro Tag angezeigt sein, d. h. 5x1 Imbun 1000.
Vielleicht sollte man aber, wenn es um eine entzündungshemmende Wirkung geht, auf andere Wirkstoffe ausweichen. Hier spielt die individuelle Verträglichkeit eine grosse Rolle.
Sollte Ibu als reines Schmerzmittel eingesetzt werden, würde ich bei dieser Dosis aber die Art der Schmerzen (entzündungsbedingt, neuropathisch, etc.) noch mal hinterfragen. Vielleicht gibt es ja doch Alternativen.

LG micha
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  #9  
Alt 31.03.2009, 21:39
Benutzerbild von angelika
angelika angelika ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 08.02.2006
Ort: rotterdam und wien
Beiträge: 7.502
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Ab 01. April: Paracetamol und Johanniskraut teilweise rezeptpflichtig

Berlin (ddp). Bestimmte Arzneimittel mit den Wirkstoffen Paracetamol und Johanniskraut sind ab 1. April 2009 nur noch gegen Rezept erhältlich. Mit der neuen Regelung solle sichergestellt werden,... mehr
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