Tach, zusammen!
Aus aktuellem Anlass möchte ich hier eine "Warnung" aussprechen.
Im Bereich Westfalen-Lippe (da ich hier tätig bin, kann ich nur für dieses Gebiet sprechen) lehnen Krankenkassen zunehmend die Kostenerstattung für nicht-apothekenpflichtige Medizinprodukte ab.
Darunter fällt zum Beispiel eine Wundspüllösung.
Sehr hart trifft es eine junge Frau mit Spina bifida, die aufgrund der Erkrankung keine ausreichende Kontrolle über ihre Darmfunktion hat. Hier erstattet die AOK nicht mehr die Lösung für kleine Einläufe zum kontrollierten Abführen (Präparat "Practoclyss"). Diese Kosten bleiben hier an einer Familie hängen, die eh schon kein grosses Einkommen hat.
Wichtig ist für die o.g. Produkte:
- es sind keine Arzneimittel, sondern Medizinprodukte
- sie sind nicht apothekenpflichtig
Wer solche Produkte braucht oder es nicht genau einordnen kann, frage bitte seinen Apotheker vor Ort. Die Erstattungsregeln können in den verschiedenen Bundesländern sehr unterschiedlich sein.
Bis die Tage
micha
