Neue Studie unterstreicht gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von Oxcarbazepin
Das Antiepileptikum Oxcarbazepin zeichnet sich durch gute Wirksamkeit und Verträglichkeit aus. Dies konnte bereits durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt werden. Eine kürzlich in einer medizinischen Fachzeitschrift veröffentlichte Untersuchung, die von verschiedenen niedergelassenen Fachärzten und Fachärztinnen für Neurologie und Psychiatrie aus Kaltenkirchen und Hamburg sowie von der Desitin Arzneimittel GmbH, Hamburg, durchgeführt bzw. initiiert wurde, konnte diesen Sachverhalt nun erneut bestätigen. Untersucht wurde die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Oxcarbazepin unter Praxisbedingungen. Im Einzelnen dokumentierten die Wissenschaftler dabei über einen Untersuchungszeitraum von 8 Wochen die Behandlung von 1385 Epilepsiepatienten im Alter zwischen einem Monat und 94 Jahren aus 362 verschiedenen Epilepsiezentren. Alle Untersuchungsteilnehmer wurden auf Oxcarbazepin neu eingestellt oder von einem anderen Medikament auf dieses umgestellt. Dabei hatten 49,7 % der Patienten zuvor das Antiepileptikum Carbamazepin erhalten, 24,7 % wurden vor Studienbeginn mit einem anderen Medikament behandelt und in 25,6 % der Fälle war noch keine medikamentöse Therapie eingeleitet worden. Insgesamt verringerte sich die durchschnittliche Häufigkeit der Anfälle bei allen 1385 Epilepsiepatienten unter einer Behandlung mit Oxcarbazepin um durchschnittlich 76 %. Bei 74 % verbesserte sich die Anfallssituation und in 40,5% der Fälle konnte sogar Anfallsfreiheit erreicht werden. 10,8 % der mit Oxcarbazepin behandelten Studienteilnehmer berichteten über unerwünschte Nebenwirkungen der Behandlung, aber nur 2,5 % brachen die Behandlung deshalb ab. 92 % der Patienten führten auch nach Studienende die Oxcarbazepin-Therapie fort. Diese Untersuchungsergebnisse zeigen erneut, dass das Antiepileptikum Oxcarbazepin sehr gut wirksam sowie verträglich und auch bei der schnellen Umstellung von Carbamazepin in hohem Maße Erfolg versprechend ist, so die Autoren.
Abstract aus Fortschr Neurol Psychiatr 2007, Online first, DOI: 10.1055/s-2006-932218
Quelle: Epinews