Kosten-Nutzen-Bewertung
Pharmaindustrie legt Vorschläge für transparentes Arznei-Prüfverfahren vor
Zum 1. April startet die Gesundheitsreform – und mit ihr die Kosten-Nutzen-Bewertung von Medikamenten. Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) hat hierfür ein transparentes Verfahren nach internationalen Maßstäben angemahnt.
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Um ein transparenteres Arznei-Prüfverfahren gewährleisten zu können, müsste das mit der Kosten-Nutzen-Bewertung beauftragte Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) seine bisherige Praxis ändern. Dies forderte VFA-Vorstandschef Andreas Barner in Berlin und legte zugleich Vorschläge vor.
An dem Verfahren beim IQWiG müssen demnach nach dem Vorbild Großbritanniens Patienten, Wissenschaftler und Industrie beteiligt sein, und zwar von Anfang an. Dies lehne das Institut bislang aber ab. Notwendig sei, dass sich die Beteiligten vor Beginn des Bewertungsverfahrens über die Kriterien verständigten, an denen der Erfolg einer Therapie zu messen sei, damit nicht am Ende über Methoden und Ergebnisse gestritten werden müsse.
Es habe sich gezeigt, "dass sich ungeklärte Verfahrensfragen nicht in Luft auflösen, sondern in Form von scharfen inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten im Laufe eines Bewertungsverfahrens ständig wiederkehren", sagte der VFA-Chef. Effizient sei das nicht, so seine Kritik. Nur wenn dies geklärt sei, könne die deutsche Pharmaindustrie weiterhin international vorne mitspielen.
Einen ausführlichen Hintergrundbericht zu diesem Thema lesen Sie in ÄP15/2007 dpa / hh