Grüne kritisieren Verringerung des gemeinsamen Unterrichts
Wiesbaden (kobinet) Der behindertenpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Jürgens, hat die weitere Reduzierung des gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nicht behinderten Kindern in Hessen kritisiert.
"Nach dem Zuweisungserlass der Kultusministerin stehen für das neue Schuljahr 15 Lehrerinnen und Lehrer weniger für den gemeinsamen Unterricht in Hessen zur Verfügung, bei gleichzeitig steigendem Bedarf. Immer mehr Kinder werden auf die Förderschulen verwiesen, während das dringend benötigte Personal für den gemeinsamen Unterricht fehlt. Die Landesregierung betreibt damit aktiv die Aussonderung behinderter Kinder", kritisiert Jürgens. Während sich das Land rühme, im Kindergartenbereich alle behinderten Kinder zu integrieren, betreibe es im Schulbereich die Rolle rückwärts in die Ausgrenzung. "Der gemeinsame Unterricht ist die beste Form der Integration. Er muss gestärkt und nicht gekürzt werden, wenn die Selbstbestimmung Behinderter nicht eine leere Floskel bleiben soll", fordert Jürgens.
Quelle: Rehacare
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