Beharrlichkeit lohnt sich
Kassel (kobinet) Seit langem streitet Petra Groß von Mensch zuerst - dem Netzwerk People First Deutschland - schon dafür, dass es in Werkstätten und Wohnheimen für behinderte Frauenbeauftragte geben muss. Nun kann die Frau mit Lernschwierigkeiten erste Erfolge feiern, denn in Kassel gibt es nun gleich zwei Frauenbeauftragte.
"Seit langer Zeit kämpfe ich dafür, dass es in allen Werkstätten und Wohneinrichtungen für behinderte Menschen eine Person gibt, die nur für Frauen zuständig ist", sagt Petra Groß und erklärt auf der Internetseite der Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit Lernschwierigkeiten auch gleich, was damit gemeint ist: "So eine Person nennt man auch 'Frauenbeauftragte'. Ihr Auftrag ist, dass sie sich um die Sorgen von Frauen kümmert".
Petra Groß hat in den letzten Jahren schon vielen Werkstätten vorgeschlagen, dass es dort Frauenbeauftragte geben soll. "Oft sagt die Werkstattleitung, dass sie so was nicht bräuchten. Wir von Mensch zuerst sehen das anders. Wir finden, in jeder Einrichtung für behinderte Menschen soll es eine Frauenbeauftragte geben", meint Petra Groß. Jetzt hat die Arbeit von Petra Groß endlich Erfolg: In Kassel gibt es gleich zwei Frauenbeauftragte. Die Kasseler Werkstatt für behinderte Menschen ist in mehrere Werke geteilt. Die Frauenbeauftragte im Werk 1 ist jetzt Katja Hohmann und im Werk 2 ist Christine Olbrecht Frauenbeauftragte. Die zwei Frauen haben selber eine Behinderung und wollen den Frauen in der Werkstatt Hilfe geben. Sie wollen sich erst mal in der Werkstatt vorstellen, wer sie sind und was sie machen. omp
Quelle: Rehacare
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