Lebenshilfe warnt vor Mitleidsmasche bei Haustür- und Telefongeschäften
(
Öffentlich)
von Pressestelle, Bundesvereinigung Lebenshilfe
Der bundesweit tätige Verband Lebenshilfe warnt vor der Mitleidsmasche bei Haustür- und Telefongeschäften. Wenn damit geworben wird, dass die Produkte von Menschen mit Behinderung hergestellt wurden oder dass ein Teil des Verkaufserlöses behinderten Menschen zugute kommt, ist Vorsicht und die genaue Prüfung des Angebotes ratsam.
Die folgenden Tipps helfen, nicht auf unseriöse Angebote hereinzufallen:
Lassen Sie sich
nicht zu einer schnellen Entscheidung drängen. Lassen Sie sich genau erklären – und
falls möglich, schriftlich belegen – wie behinderte Menschen an der Herstellung beteiligt waren und welcher Anteil einem guten Zweck zufließt.
Fragen Sie nach, ob hinter der Aktion ein
gemeinnütziger Verein, eine Behinderten-Einrichtung steht und wer dort für eventuelle Rückfragen zu erreichen ist. Erkundigen Sie sich zunächst bei dieser Adresse, ob "alles mit rechten Dingen zugeht" und sagen Sie selbst bei kleinen Zweifeln lieber „Nein Danke“ zu dem Angebot.
Lehnen Sie es ab, Waren zu
überhöhten Preisen oder in großer Stückzahl zu bestellen, "weil es ja einem guten Zweck dient". Achten Sie auf Qualität und Funktionalität. Falls Sie an den angebotenen Waren interessiert sind, fragen Sie nach einem Katalog oder schriftlichen Angebot, um
später in Ruhe zu wählen.
Wenn Sie sich doch zu einem Kauf entschieden haben und unzufrieden mit Preis und Produkt sind, machen Sie von Ihrem
Rückgaberecht Gebrauch. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihnen mit dem erworbenen Produkt eine glaubwürdige und aussagekräftige Anschrift des Vertriebs schriftlich verbleibt. Nähere Informationen dazu bei allen Verbraucherzentralen.
Scheuen Sie sich nicht, die
Polizei zu informieren, falls die Anbieter aggressiv auftreten oder das Angebot unseriös wirkt.
Anerkannte „Werkstätten für behinderte Menschen“ (WfbM) bieten grundsätzlich keine Waren an der Haustür oder per Telefon an. Für den Vertrieb von Waren aus Blindenwerkstätten gelten enge Auflagen.
Wenn Sie an Produkten aus Werkstätten für behinderte Menschen interessiert sind, gehen Sie zu einer Behindertenwerkstatt in Ihrer Region, die oft eigene Werkstattläden betreiben und mit ihren Ständen auf Weihnachtsmärkten zu finden sind. Oder Sie wählen aus einer exklusiven Produktauswahl aus Werkstätten für behinderte Menschen im Internet unter
www.lebenshilfe-shop.de oder im Lebenshilfe-Versandkatalog „Geschenkideen“, kostenlos anzufordern über Telefon: 02404/98 66 24, E-Mail:
geschenkideen@lebenshilfe-versand.de. Dort können Sie sicher sein, dass der Erlös der Lebenshilfe-Arbeit für behinderte Menschen zugute kommt. Und außerdem tragen Sie mit Ihrem Kauf dazu bei, Arbeitsplätze behinderter Menschen zu sichern.
(Quelle: Lebenshilfe)