| Pressemitteilungen ... dieses Forum wird nun eingerichtet, um die Pressemitteilungen zu Themen der Behindertenpolitik u. ä. der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Themen eröffnen dürfen nur Moderatoren / Administratoren, antworten dürfen alle registrierten Nutzer ... |

07.06.2006, 19:01
|
|
Einsparpotential: Hospize sollen Arznei-Reste nutzen
Hamburg (ddp). Nicht aufgebrauchte Arzneimittel sollen - anders als bisher - zum Beispiel in Hospizen weiterbenutzt werden können. Das haben laut «Bild»-Zeitung (Mittwochausgabe) die Experten in der Gesundheitsarbeitsgruppe von CDU, CSU und SPD am Dienstag beschlossen. Gesundheitskreise schätzten die Einsparungen durch die Weiterverwendung von Medikamenten auf 300 bis 400 Millionen Euro im Jahr. Außerdem soll es gesetzlichen Krankenkassen ermöglicht werden, über bisherige Verbandsgrenzen hinaus fusionieren zu können, berichtet die Zeitung weiter. Demnach könnte sich zum Beispiel eine AOK mit einer Betriebskrankenkasse zu einer neuen Kasse vereinigen.
Quelle: Net-Doctor
|

07.06.2006, 20:49
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 28.03.2005
|
|
Hallo,
damit das jetzt nicht falsch interpretiert wird, gebe ich einmal meinen "Senf" dazu ...
Bei diesen Medikamenten handelt es sich mit Sicherheit nicht um Medikamente, die "nichts mehr taugen".
Als das Seebeben in Süd-Ost-Asien verheerende Schäden angerichtet hatte und viele Menschen zu Tode kamen und schwer verletzt wurden, war ich an einer Sammelaktion von Friedensdorf International beteiligt.
Ich hatte gehört, dass die hiesige Feuerwehr in dieser Aktion mit der Logistik betraut war und in den Krankenhäusern Sachspenden sammelte. Also Medizinprodukte und Gerätschaften. (U. a. wurden sogar Wärmebettchen für Frühchen gespendet).
Ich nahm damals also Kontakt zu dem Koordinator der Feuerwehr auf und fragte ihn, was genau benötigt würde und ob er die Sachspenden von Apotheken abholen würde.
Ich hatte durch Telefonate und Besuche in Apotheken innerhalb von 4 Tagen über 100 kg Medizinprodukte zusammengesammelt. Es waren zum Teil angebrochene Packungen, die zurück gebracht wurden. Aber auch Medikamente, in kurz vor dem Verfall waren und in den Apotheken und einigen Arztpraxen (hier vor allem aus deren "Musterschränken") bei einer schnellen Inventur aus dem Sortiment herausgesammelt wurden.
Dabei wurden übrigens nur die Medizinprodukte gesammelt, die auch wirklich benötigt wurden. Die Ärzte vor Ort hatten ziemlich genaue Angaben gemacht bzw. "bestellt". Hätte ich mehr Zeit zur Verfügung gehabt, wären noch einige Kilos zusammengekommen ...
Leider werden sonst solche Medikamente entsorgt.
Ich weiß zwar nicht, ob die Berechnungen zu den Einsparmöglichkeiten stimmen und ob es sinnvoll ist, diese Medikamente bei Hospizen einzusetzen (es ist immer auch ein psychologischer Effekt zu beachten ...) - aber grundsätzlich sollte man darüber nachdenken, solche Medikamente (die ja Menschen helfen können) möglichst nicht zu vernichten, sondern sinnvoll einzusetzen ... es gibt auch viele Regionen der Erde, wo sich die Bevölkerung keine Medikamente leisten kann ...
LG
Mary
__________________
... schön Dich zu lesen  ...
Hiermit untersage ich ausdrücklich aus datenschutzrechtlichen Gründen, mich als Kontakt in Netzwerken wie Facebook anzugeben! Bitte wahrt meine Persönlichkeitsrechte und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich z. B. den Artikel "Krake Facebook"
Und wen Öko-Themen interessieren, hier meine neue Lieblingsseite - ganz frisch auf'm Markt: SymBioZone
|

07.06.2006, 20:58
|
|
@ Mary:
Du hast natürlich Recht!
Das vorhaben, zielgerichtet in Hospitzen diese Medikamente zu verwenden hat allerdings einen etwas merkwürdigen Beigeschmack...finde ich.
Die Grundidee, diese Medizin noch sinnvoll einzusetzen ist ganz klar in Ordnung!
LG
Nancy
|

07.06.2006, 21:01
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 01.08.2005
|
|
ich finde es in ordnung wenn auf dieser art und weise gespart wird,aber nur wenn es das gesparte wieder den patienten zu gute kommt.und ich denke wenn jeder seine nicht gebrauchten sachen abgiebt könnten vielen geholfen werden.und die eingesparten kosten wieder allen zugute kommen.
gerade wenn ein medikament neu beim patienten eingesetzt wird ,wird es zum teil nicht vertragen und landet auf den müll,ich selbst habe es nur bei einer ärztin die zum testen ein paar mitgibt ,falls sie keine von der sorte hat und man geht wieder hin weil man sie nicht vertragen hat soll man ihr das angefangene paket geben bevor man für etwas andere ein neues medi oder von ihren fundus etwas bekommt
|

07.06.2006, 21:38
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 28.03.2005
|
|
Zitat:
|
Zitat von Nancy
@ Mary:
Du hast natürlich Recht!
Das vorhaben, zielgerichtet in Hospitzen diese Medikamente zu verwenden hat allerdings einen etwas merkwürdigen Beigeschmack...finde ich.
Die Grundidee, diese Medizin noch sinnvoll einzusetzen ist ganz klar in Ordnung!
LG
Nancy
|
Liebe Nancy,
auf diesen "merkwürdigen Beigeschmack" bin ich sehr sacht eingegangen ... (psychologischer Effekt, den man beachten sollte) ... ich stelle auch in Frage, ob das richtig wäre ... gerade in dem Bereich geht es darum, Menschen ein schmerzfreies und möglichst "angenehmes" und würdevolles Sterben zu ermöglichen ... durch die Interpretation: wir bekommen hier die Reste, den Müll ... würden sicher einige der Patienten und deren Angehörigen psychisch leiden ...
Daher bin ich für diesen Bereich sehr, sehr skeptisch ... und stelle auch in Frage, ob diese Medizinprodukte dort zur Anwendung kommen sollten ...
Aber nach wie vor denke ich, dass viele humanitäre Organisationen mit sehr engen Budgets arbeiten müssen und wenn wirklich einwandfreie und gute Medikamente (kurz vor Verfall aus den Musterschränken der Ärzte zum Beispiel ... ich hatte von einem Apotheker bei der Sammelaktion gehört: hätte ich bloß nicht die Säcke schon weggegeben ... - gemeint waren 2 blaue Säcke mit kurz vor Verfall Herzmedikamente Musterpackungen, die eine einzige Arztpraxis dort zur Entsorgung hingab ) für humanitäre Zwecke zur Verfügung gestellt würden ... könnten die betreffenden Organisationen mit ihren knappen Budgets besser zurechtkommen ...
LG
Mary
__________________
... schön Dich zu lesen  ...
Hiermit untersage ich ausdrücklich aus datenschutzrechtlichen Gründen, mich als Kontakt in Netzwerken wie Facebook anzugeben! Bitte wahrt meine Persönlichkeitsrechte und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich z. B. den Artikel "Krake Facebook"
Und wen Öko-Themen interessieren, hier meine neue Lieblingsseite - ganz frisch auf'm Markt: SymBioZone
|

07.06.2006, 21:41
|
|
Zitat Mary:
auf diesen "merkwürdigen Beigeschmack" bin ich sehr sacht eingegangen ... (psychologischer Effekt, den man beachten sollte) ... ich stelle auch in Frage, ob das richtig wäre ... gerade in dem Bereich geht es darum, Menschen ein schmerzfreies und möglichst "angenehmes" und würdevolles Sterben zu ermöglichen ... durch die Interpretation: wir bekommen hier die Reste, den Müll ... würden sicher einige der Patienten und deren Angehörigen psychisch leiden ...
Zitat Ende.
Liebe Mary,
genau das meinte ich.
Alle anderen Argunemte sind absolut in Ordnung.
LG
Nancy
|

07.06.2006, 21:44
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 28.03.2005
|
|
*gib 5, Nancy* ... dann sind wir uns ja schon mal einig ... hoffentlich werden das die Politiker auch mal so sehen können ...
LG
Mary
__________________
... schön Dich zu lesen  ...
Hiermit untersage ich ausdrücklich aus datenschutzrechtlichen Gründen, mich als Kontakt in Netzwerken wie Facebook anzugeben! Bitte wahrt meine Persönlichkeitsrechte und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich z. B. den Artikel "Krake Facebook"
Und wen Öko-Themen interessieren, hier meine neue Lieblingsseite - ganz frisch auf'm Markt: SymBioZone
|

07.06.2006, 21:46
|
|
Zitat:
|
Zitat von Mary
*gib 5, Nancy* ... dann sind wir uns ja schon mal einig ... hoffentlich werden das die Politiker auch mal so sehen können ...
LG
Mary
|
Schlage ein auf die 5 ..smile...
LG
Nancy
|

08.06.2006, 06:40
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 01.08.2005
|
|
ich gebe euch recht das es für hospitzen ein beigeschmack hat,ich meinte mit meiner aussage,wenn es überall gemacht würde,wäre es normal und hat dann keinen beigeschmack mehr.gerade mit medi könnte man viel sparen und dieses geld wieder für neues sachen verwenden.es ist nur immer wieder erschreckend wie achtlos menschen mit den restmedi umgehen.zum teil werden nachbarn mitversorgt.die etwas ganz anderes haben.
|

08.06.2006, 07:11
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 28.03.2005
|
|
Zitat:
|
Zitat von evma
ich gebe euch recht das es für hospitzen ein beigeschmack hat,ich meinte mit meiner aussage,wenn es überall gemacht würde,wäre es normal und hat dann keinen beigeschmack mehr.gerade mit medi könnte man viel sparen und dieses geld wieder für neues sachen verwenden.es ist nur immer wieder erschreckend wie achtlos menschen mit den restmedi umgehen.zum teil werden nachbarn mitversorgt.die etwas ganz anderes haben.
|
... stimmt ... ich hatte gestern mit Micha noch darüber gesprochen ... bei den Anbruchpackungen muss man auch genau gucken, um was es sich handelt. Manche sind halt empfindlich in der Lagerung und da ist es auch ein Risiko, diese Reste weiterzuverwenden ... weil man halt nicht weiß, ob die Patienten die Medis richtig gelagert haben ... leider gäbe es immer noch Ärzte, die große Packungen zum Ausprobieren verordnen und wenn der Patient die Mittel nicht verträgt oder sie nicht anschlagen, wird viel weggeschmissen ... hier sollten die Ärzte lieber ihren Teil zur Kosteneinsparung tun und kleinere Packungen zum Ausprobieren verordnen, bevor man die Reste in den Kreislauf zurückführt.
Aber Micha wird das sicher besser ausdrücken können und wenn er Zeit findet, wird er sich sicherlich hier noch dazu äußern ...
LG
Mary
__________________
... schön Dich zu lesen  ...
Hiermit untersage ich ausdrücklich aus datenschutzrechtlichen Gründen, mich als Kontakt in Netzwerken wie Facebook anzugeben! Bitte wahrt meine Persönlichkeitsrechte und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich z. B. den Artikel "Krake Facebook"
Und wen Öko-Themen interessieren, hier meine neue Lieblingsseite - ganz frisch auf'm Markt: SymBioZone
|
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Forumregeln
|
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist Aus.
|
|
|
Powered by vBulletin Version 3.5.4 (Deutsch) Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd. Content Relevant URLs by vBSEO 2.4.0

Copyright 2005 - 2011 Netzwerk behindertes Kind.de
*****
Sämtliche Inhalte dieses Forums erheben keinen journalistisch-redaktionellen Anspruch.
|