Mehr Bürokratie: FDP lehnt Gesundheitsfonds ab
Baden-Baden/Köln (ddp). Die FDP lehnt Koalitionspläne für einen Gesundheitsfonds ab. Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr, warnte am Freitag im Südwestrundfunk (SWR), ein solcher Fonds sei nichts anderes als eine «gigantische Geldsammelstelle», die zu weniger Wettbewerb, zu mehr Verwaltungskosten und zu mehr Bürokratie führen würde. Dagegen begrüßte Bahr Überlegungen, auch Steuermittel zur Finanzierung des Gesundheitssystems heranzuziehen. Gesamtgesellschaftliche Lasten müssten auch gesamtgesellschaftlich getragen werden. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach verteidigte hingegen das Fondsmodell. Dafür spreche, dass alle, auch privat Versicherte, langfristig in das Gesundheitssystem einzahlen würden, sagte Lauterbach im WDR-5-Hörfunk. Er räumte allerdings ein, dass die Verwaltung des Fonds mit neuer Bürokratie verbunden sei. «Es ist ein kompliziertes System mit Vor- und Nachteilen», sagte er. In den nächsten Wochen werde deshalb über den Fonds und auch Alternativen dazu diskutiert.
Quelle: Net-Doctor
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