Enger Zeitplan: CSU-Vize für Verschiebung der Reformpläne
Berlin (ddp). Die CSU-Vizechefin Barbara Stamm hat sich gegen den Zeitplan der Koalition bei der Gesundheitsreform ausgesprochen. Stamm sagte der «Berliner Zeitung» (Samstagausgabe): «Ich würde mir wünschen, dass man sich mehr Zeit nimmt und das Modell erst im Herbst präsentiert. Das muss bei so einem wichtigen Thema möglich sein.» Es seien noch viele wichtige Fragen zu lösen. «Das geht nicht in den paar Wochen, die noch bis zur Sommerpause bleiben.» Die Spitzen der großen Koalition in Berlin hatten am Donnerstagabend in einer Koalitionsrunde den Zeitplan bestätigt, wonach es noch vor der parlamentarischen Sommerpause, die im Juli beginnt, eine Einigung auf eine Gesundheitsreform geben soll. Stamm zeigte sich offen für die in der Koalition diskutierte Einführung eines Gesundheitsfonds, der das bisherige Modell der Krankenkassenfinanzierung ablösen würde. «Ich halte ein Fondsmodell grundsätzlich für möglich. Dadurch könnten wir es schaffen, die Finanzierung des Gesundheitssystems von den Arbeitskosten zu entlasten», sagte Stamm. Bei der Ausgestaltung seien aber noch große Hürden zu überwinden. Klar sprach sich Stamm dagegen aus, die privaten Krankenkassen (PKV) in das Fondsmodell einzubeziehen. Dies würde eine Zerschlagung der PKV bedeuten, sagte sie.
Quelle: Net-Doctor
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