Gesundheitsreform: Ministerium dementiert Medienberichte
Berlin (ddp). Das Bundesgesundheitsministerium dementiert Medienberichte über angeblich bereits bestehende Pläne zur Gesundheitsreform. «Vor angeblichen Festlegungen und Reformberechnungen muss gewarnt werden», sagte Ministeriumssprecher Klaus Vater am Sonntag in Berlin. Sie hielten keiner Nachprüfung stand und seien daher unseriös. Es seien «ganz offenkundig Versuche, die Arbeit an der Reform in Misskredit zu bringen». Es sei bislang nichts festgelegt, auch hätten Berichte über angeblich geplante Belastungen nicht stattgefunden, betonte der Ministeriumssprecher. «Die von nicht genannten Quellen bediente Diskussion zeigt allerdings: Wer im Bereich des Gesundheitswesens auch nur den Versuch wagt, unkonventionelle Vorstellungen zu durchdenken, weckt den Widerwillen aller Kräfte, die um Einfluss fürchten», sagte Vater. Verschiedene Medien hatten über angebliche Festlegungen bei der Reform berichtet. Danach sollten bestimmte Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr übernommen werden, für gesetzliche Kassen und Neumitglieder privater Kassen soll ein einheitlicher Beitragssatz gelten. Die beim Fondsmodell beinhaltete persönliche Pauschale könne nach ersten Berechnungen bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen in größeren Städten bei etwa 40 Euro liegen, bei günstigen Kassen seien Erstattungen bis zu 15 Euro pro Mitglied möglich, hieß es.
Quelle: Net-Doctor
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