Krankenhäuser: Regierung gefährdet 24-Stunden-Versorgung
Berlin (ddp). Die deutschen Krankenhäuser erwarten als Folge der geplanten Gesundheitsreform Kürzungen von 750 Millionen Euro jährlich. Die große Koalition setze damit eine «flächendeckende 24-Stunden-Versorgung in den Kliniken aufs Spiel», warnte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Rudolf Kösters, am Mittwoch in Berlin. Die Bundesregierung habe mit den Eckpunkten zur Gesundheitsreform «nicht ansatzweise ihre Ziele für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem verwirklicht», sagte Kösters. Der geplante Gesundheitsfonds schaffe einen «Mammutbürokratismus», der «das Gesundheitswesen weiter in Richtung Staatsmedizin» rücke. Die DKG appellierte an die Bundesregierung, die geplanten Budgetkürzungen zurückzunehmen. Stattdessen solle den Krankenhäusern ein Budgetzuschlag von drei Prozent gewährt werden, um die geschätzten Mehrkosten von 1,5 Milliarden Euro durch den geplanten Ärztetarifvertrag auszugleichen. Gleichzeitig kündigte die DKG eine bundesweite Kampagne gegen die Gesundheitsreform an. Geplant ist eine bundesweite Plakataktion. Außerdem soll es Informationsveranstaltungen für Politiker und Patienten geben. Die Kosten der Kampagne schätzt die DKG auf 250 000 bis 500 000 Euro.
Quelle: Netdoctor
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