Gesundheitswesen: Kosten lagen 2004 bei 234 Milliarden Euro
Berlin (ddp). Für die Gesundheitsversorgung haben die Deutschen 2004 insgesamt 234 Milliarden Euro ausgegeben. Im Durchschnitt entfielen auf jeden Einwohner rund 2730 Euro, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Gesamtausgaben stiegen gegenüber 2003 um 0,2 Prozent und machten 10,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Im OECD-Vergleich gab Deutschland - gemessen am BIP - nach den USA und der Schweiz am meisten für die Gesundheit aus. Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachten laut Statistik mit 35,3 Milliarden Euro (16 Prozent) die höchsten Kosten gefolgt von Krankheiten des Verdauungssystems (33,3 Milliarden Euro/15 Prozent). Muskel-Skelett-Leiden verursachten Kosten in Höhe von 24,5 Milliarden Euro (11 Prozent). Zwischen 1995 und 2004 stiegen die Gesamtausgaben den Angaben zufolge um 47,5 Milliarden Euro beziehungsweise 25,5 Prozent. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 2,6 Prozent. Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) war 2004 mit 131,6 Milliarden Euro (56 Prozent) nach wie vor der größte Ausgabenträger. Im Vergleich zu 2003 sanken die Kosten um 4 Milliarden Euro. Der Anteil der Privaten Krankenversicherung (PKV) erhöhte sich auf 21,1 Milliarden Euro (9 Prozent). Den zweitgrößten Ausgabenposten von 32,1 Milliarden Euro (14 Prozent) machten private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck aus. Ende 2004 waren im Gesundheitssystem 4,2 Millionen Menschen beschäftigt. Das entspricht rund 11 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland.
Quelle: Netdoctor
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