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Alt 17.08.2006, 16:32
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard Als erstes bekam ich Windeln verpasst

14.08.2006
Duderstadt / Hollenbach (kobinet) Im Rahmen des Sommercamps stellte Elke Bartz, Vorsitzende das Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA e.V.) die Kampagne "Ich muss ins Krankenhaus - und nun?" vor.

"Wenn auch der offizielle Kampagnenstart erst im Oktober ist, wollten wir die Gelegenheit nutzen, sie in Duderstadt einem breiten Publikum vorzustellen", berichtet Bartz. Erst kurz zuvor war der Förderbescheid der Aktion Mensch bei der Selbsthilfeorganisation eingegangen (siehe auch ).

Obwohl es mehrere parallele Angebote gegeben hatte, sei es eine große Gruppe gewesen, die sich für das Thema interessiert hätte. "Das war für uns die nochmalige Bestätigung dafür, dass es wichtig ist, diese Kampagne durchzuführen" sagt Bartz. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten von ihren Krankenhauserfahrungen berichtet. Andere, die noch nicht im Krankenhaus waren, erzählten, welche Ängste sie allein bei dem Gedanken empfinden, mal ins Krankenhaus zu müssen.

"Es war richtig erschütternd, die Schilderungen eines jungen behinderten Mannes zu hören, der erst vor wenigen Wochen im Krankenhaus war", erzählt Bartz. "Er berichtete, das erste was im geschehen sei, als er ins Krankenhaus eingeliefert wurde war, dass er ohne medizinische Notwendigkeit Windeln 'verpasst' bekam. Man merkte es ihm jetzt noch an, wie gedemütigt er sich gefühlt hat. Er erzählte außerdem, dass er sich ohne die tägliche Unterstützung einer Bekannten völlig ausgeliefert hätte. Wegen seiner Sprachbehinderung habe man ihn nicht ernst genommen".

Solche Erfahrungsberichte seien für die Kampagne ungeheuer wichtig, denn sie stellen dar, wie es vielen behinderten Menschen im Krankenhaus ergeht. "Wer immer entsprechende Erfahrung - übrigens auch positive - gemacht hat, kann sie ForseA schildern und per E-Mail zuschicken", so Bartz. omp

Die E-Anschrift-Mail von ForseA info@forsea.de



Quelle: Rehacare
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