Gesundheitsreform: Neue Kritik von CDU und SPD
Hamburg (ddp). In der großen Koalition hält die Kritik am Kompromiss zur Gesundheitsreform an. Der Präsident des CDU-Wirtschaftsrates, Kurt Lauk, sagte der Zeitung «Bild am Sonntag» laut Vorabbericht, die Eckpunkte der Reform widersprächen dem Koalitionsvertrag. «Statt notwendiger Senkung der Kassenbeiträge droht 2007 ein neues Rekordniveau von über 15 Prozent», sagte Lauk. Die Koalition verpasse es erneut, den Leistungskatalog zu reduzieren, kritisierte Lauk. Auch werde die Eigenbeteiligung der Versicherten nicht ausgebaut. Mit der Reform sei der Weg in die Staatsmedizin vorprogrammiert. Derweil forderte die Vorsitzende der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag, Hannelore Kraft, den Wechsel zu den privaten Krankenkassen zu erschweren. «Die Private Krankenversicherung darf nicht noch stärker privilegiert werden. Es gilt zu verhindern, dass noch mehr junge und leistungsstarke Versicherte von den Gesetzlichen zu den Privaten wechseln», sagte die SPD-Politikerin dem Blatt. Die SPD dürfe sich bei der nun anstehenden gesetzlichen Ausgestaltung der Gesundheitsreform nicht von der Union über den Tisch ziehen lassen. Das Ergebnis müsse klar eine sozialdemokratische Handschrift tragen.
Quelle: Netdoctor
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