29.08.2006
Frankfurt am Main (kobinet) Petra Groß von Mensch zuerst, dem Netzwerk People First Deutschland, tritt dafür ein, dass sich Menschen mit Lernschwierigkeiten verstärkt in die Politik und Gesellschaft einmischen. Bei einem Regionaltreffen von Selbstvertretungsgruppen in Frankfurt warb die Frau mit Lernschwierigkeiten am Wochenende für die Idee.
"Ich finde es sehr wichtig, dass wir Menschen mit Lernschwierigkeiten uns einmischen und im Leben der Gesellschaft dabei sind. Denn wenn man uns nicht sieht, wenn wir nur in den Einrichtungen sind, wird sich auch nicht viel für uns ändern", erklärte Petra Groß. Petra Groß arbeitet bei Mensch zuerst und lebt vor Ort, was sie zuletzt beim Regionaltreffen in Frankfurt gepredigt hat.
"Ich gehe oft ins Rathaus, wenn dort Empfänge oder Veranstaltungen stattfinden. Ich quatsche auch mal den Oberbürgermeister an, wenn ich will, dass es mehr leichte Sprache von der Stadt gibt. Und in den Wahlkämpfen gehe ich auch an die verschiedenen Wahlstände, um zu sagen, was ich wichtig finde", betont Petra Groß.
Dass dies nicht nur langweilig sein muss und dass man dort auch Spuren hinterlässt, hat Petra Groß erst kürzlich bei einer Bundestagsfahrt mit dem Kasseler Abgeordneten von den Grünen, Matthias Berninger, nach Berlin erlebt. "Das war eine richtig gute Fahrt und ich habe sehr viel gelernt", so Petra Groß. Der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen hat der engagierten Frau übrigens dieses Jahr persönlich eine Karte zum Geburtstag geschickt, darauf ist Petra Groß heute noch stolz. "Denn das zeigt, dass wir Menschen mit Lernschwierigkeiten von der Politik gesehen werden". omp
Quelle: Rehacare