Gesundheitsreform: Empörung bei SPD über Laumann-Kritik
Frankfurt/Main (ddp). Die Kritik von Nordrhein-Westfalens Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) an der Gesundheitsreform hat in der SPD-Bundestagsfraktion Empörung ausgelöst. Ihre gesundheitspolitische Sprecherin Carola Reimann sagte der «Frankfurter Rundschau» (Donnerstagausgabe): «Die Eckpunkte sind auch von Herrn Laumann und den Ländern mitverhandelt worden. Man müsste erwarten, dass sie verteidigen, was sie mitverhandelt haben.» Laumann, der auch Chef der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) ist, hatte am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur mit Blick auf die Debatte um die Gesundheitsreform gesagt, man müsse nicht jeden Unsinn machen, damit die Koalition bleibe. Wahr sei, dass es auf Bundesebene eine Koalition gebe, die sich nicht liebe. Im Grunde seien Feuer und Wasser zusammengekommen, betonte Laumann. Dass CDU und CSU jetzt «Globalkritik» übten, nannte Reimann Besorgnis erregend: «Die Union muss zum Vereinbarten stehen. Auch uns gefällt nicht alles, was mit der Union vereinbart wurde.» Die zunehmenden Absetzbewegungen von den Gesundheits-Eckpunkten wertet die SPD-Abgeordnete als «ersten Hinweis darauf, dass das Kanzleramt die Ministerpräsidenten von CDU und CSU offensichtlich nicht zusammen halten kann».
Quelle: Netdoctor
|