Betrugsverdacht: Apotheker rechneten zu viel ab
Hamburg (ddp). Wegen angeblich falscher Abrechnungen mit den Krankenkassen sind offenbar etliche Apotheker ins Visier der Justiz geraten. Derzeit warnten Apothekerverbände ihre Mitglieder vor bundesweiten Ermittlungen der Staatsanwaltschaften wegen des Verdachts des Betrugs, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag vorab. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen handele es sich nicht nur um Einzelfälle. Vielmehr werde sich die Fallzahl vermutlich im dreistelligen Bereich bewegen. Den Apothekern wird dem Bericht zufolge vorgeworfen, mehr Medikamente mit den Kassen abgerechnet zu haben, als sie tatsächlich verkauft hatten. Der «lukrative Zuverdienst» sei aufgeflogen, als Pharmaunternehmen die Diskrepanzen zwischen den angeblichen Verkäufen und den ausgelieferten Mengen aufgefallen sei. Die Schäden, die allein den Herstellern durch zu viel bezahlte, staatlich verordnete Rabatte an die Kassen entstanden, werden laut «Spiegel» auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.
Quelle: Netdoctor
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