Bye Bye Berlin
Berlin (kobinet) Das sagt Rika Esser, die heute ihren letzten Arbeitstag im Büro des CDU- Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe hat. Rika Esser hat in dieser Funktion in den letzten Jahren eine Vielzahl von Informationen aus dem Bundestag und der Behindertenpolitik verbreitet.
"Wenn ich zu so manchen Veranstaltungen zur Behindertenpolitik gehe, fühle ich mich, als ob ich der Angestellte von Rika Esser wäre und nicht andersrum", hatte der CDU- Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe einmal scherzhaft am Rande einer Veranstaltung gesagt. Diese Aussage beschreibt wohl am besten das Engagement und das quirlige Auftreten von Rika Esser, die in den letzten Jahren ein wichtiges Bindeglied zwischen der Arbeit im Deutschen Bundestag und den Behindertenverbänden war. Doch nun hat die Rollstuhlnutzerin andere Pläne. In einem Rundschreiben schrieb sie gestern:
"Ich verabschiede mich von Ihnen, da morgen mein letzter Arbeitstag bei Hubert Hüppe sein wird. Zum 1.10. wechsle ich zur Christoffel-Blindenmission (CBM) Bensheim und werde dort für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit zu den Themen Landminen und AIDS sowie für ein EU-Projekt zum Disability Mainstreaming zuständig sein. Die CBM macht Entwicklungshilfe für behinderte Menschen in Ländern der sog. Dritten Welt. Weil zu meiner Arbeit auch das Lobbying gehören wird, werde ich auch zukünftig noch im 'politischen Dunstkreis' unterwegs sein. Ich hoffe, dass wir uns in Zukunft wiedersehen oder -hören".
Als Nachfolge von Rika Esser werden im Büro von Hubert Hüppe künftig aller Voraussicht nach zwei Mitarbeiter für die Behindertenpolitik zuständig sein. Dies sind Herr Jastrzembski und Herr Todorovic.
Der Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) dankte Rika Esser für ihr Engagement und wünscht ihr viel Erfolg für die nächsten Herausforderungen. "Rika Esser war für uns eine sehr gute Ansprechpartnerin im Berliner Politdschungel und hat mit der Verbreitung vielfältiger Informationen und ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag für die Behindertenpolitik geleistet. Wir hoffen, dass diese Tradition der Einbeziehung von Betroffenen in die Behinderten- politik beibehalten bleibt", so Barbara Vieweg. omp
Quelle: Rehacare
|