Ministerium: Eltern-Kind-Kuren sollen Pflichtleistung werden
Berlin (ddp). Das Bundesgesundheitsministerium will Eltern-Kind-Kuren zu Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen machen. Ministeriumssprecher Klaus Vater begründete die Ankündigung am Montag mit der drastisch gesunkenen Zahl der Genehmigungen für solche Kuren durch die Krankenkassen. Anträge sollen damit nur noch abgelehnt werden können, wenn es eine «wirklich überzeugende Begründung» gebe. Die Regeneration von Müttern oder Vätern mit Kindern sei eine Aufgabe der Kassen. Das Ministerium reagierte damit auf einen Bericht der Zeitung «Die Welt». Demnach sanken die Ausgaben für solche Kuren von 420 Millionen Euro im Jahr 1999 auf 263 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Dem Blatt zufolge beklagt das Müttergenesungswerk standardisierte Ablehnungsbescheide, die Umleitung von Anträgen an die Rentenversicherungsträger bei berufstätigen Müttern oder gezielte Falschauskünfte.
Quelle: Netdoctor
|