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  #1  
Alt 26.09.2006, 08:15
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard Falsch abgerechnet: Bewährungsstrafe für Apotheker

Bremen (ddp). Das Landgericht Bremen hat einen Apotheker wegen Betrugs mit HIV-Rezepten zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung verurteilt. Zudem muss er eine Geldstrafe von 1200 Euro zahlen, entschied das Gericht am Montag in zweiter Instanz. In erster Instanz war der Mann vor drei Jahren vom Amtsgericht ebenfalls wegen Betruges zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Das vom Amtsgericht zugleich verhängte Berufsverbot hob das Landgericht auf. Nach Ansicht des Gerichts hatte der Apotheker beim Abrechnen von Rezepten mit den Krankenkassen gewerbsmäßig betrogen. Zwischen 1998 und 1999 hatte er mehreren HIV-Infizierten statt der verschriebenen Medikamente Geld oder Drogenersatzstoffe gegeben. Er reichte die Rezepte dann aber bei den Kassen ein, obwohl er die Medikamente gar nicht eingekauft hatte. Die Staatsanwalt hatte eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung und eine Geldstrafe von 1200 Euro gefordert. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Für das Gericht wirkte sich die Tatsache besonders negativ aus, dass der Mann als studierter Apotheker und Träger eines Doktortitel leichtfertig mit der Gesundheit der HIV-Kranken gespielt habe. «Er hat deren Fragilität ausgenutzt», sagte die Vorsitzende Richterin Erika Segond. Zudem habe er die Kassen über einen längeren Zeitraum hinweg geschädigt. «Das war kein einmaliger Aussetzer», stellte die Richterin fest. Von einem Berufsverbot sah die Kammer ab, da der Angeklagte seinen Beruf faktisch ohnehin nicht mehr ausüben kann. Ihm war die Approbation entzogen worden. Besonders schwer wogen für das Gericht die Beweise in den Büchern des Apothekers. So sei beim Einkauf und bei der Herausgabe der Medikamente eine Diskrepanz von 560 000 Mark ersichtlich. Den Aussagen des Angeklagten, er habe die Medikamente über einen Zwischenhändler erhalten, glaubte das Gericht nicht. Der Angeklagte hatte, wie bereits in der ersten Verhandlung vor dem Amtsgericht, alle Vorwürfe vehement bestritten. Er sieht sich als Opfer eines Komplotts. Als dessen Drahtzieher vermutet er Bremens Pharmaziedirektor. Dessen Frau betreibt im gleichen Stadtteil, in der die Apotheke des Angeklagten lag, eine Apotheke. Die Verteidigung legte noch vor Gericht Revision ein.

Quelle: Netdoctor
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  #2  
Alt 26.09.2006, 09:25
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.994
Standard

Hi,

in Dortmund hatten wir auch mal einen Betrugsfall eines Apothekers. Kaum stand es in der Presse, war die Apotheke ziemlich leer ... (da wollte also kaum noch einer seine Rezepte auf den Tisch legen - Vertrauensverlust pur)

Die Approbation wird hier übrigens grundsätzlich entzogen - habe von noch keinem Fall gehört, wo es anders gewesen wäre ...

Ist aber schon merkwürdig mit dem angeblichen "Komplott" ... wie bitteschön soll denn von außen jemand die Bücher fälschen?

Und zig Tausend Euros über einen längeren Zeitraum ... also das kann ich da irgendwie nicht glauben ...

Jetzt ist nur zu hoffen, dass der Verkauf der Apotheke den Betrugsschaden deckt ...

VG

Mary
__________________
... schön Dich zu lesen ...


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Artikel "Krake Facebook"


Und wen Öko-Themen interessieren, hier meine neue Lieblingsseite - ganz frisch auf'm Markt: SymBioZone

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  #3  
Alt 26.09.2006, 15:23
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

ich kenne eine apotheke ,nicht in heiligenhafen aber im umfeld,die hat meinen exmann immer zb wenn er 1 flasche valium verschrieben bekommen hat zwei flaschen valium gegeben oder auch drei flaschen.allerdings auf ein privatrezept.in karlsruhe hatte mein vater eine apotheke wenn er sagte er braucht die sachen für ungarn hat er immer unmengen von auch verschreibungspflichtigen sachen bekommen.allerdings liegen die sachen nun auch schon ein paar jahre zurück

ich meine diese dinge sind heute nicht mehr machbar,ich selber habe hier im ort eine apotheke wo die beratung sehr gut ist,egal was ich verschrieben bekomme oder mir auch selber kaufe sie schauen auf wechselwirkungen und beraten mich oder sagen auch dies soll ich auf keinen fall in verbindung mit anderen sachen einnehmen.mir kraust es wenn apotheken als kette geführt werden den ich bin der meinung eine gute apotheke ist genausogut und wichtig wie ein hausarzt .der sich einsetzt.gerade apother haben ein immenses fachwissen und erfahren meist mehr als ein doc von nebenwirkungen,beim arzt ist kaum noch zeit für ein gespräch und beratung dagegen in der apo immer
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