Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen
Kassel (kobinet) Für den Landeswohlfahrtsverband Hessen stellen die Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen unverzichtbare Anlaufstellen für Menschen mit psychischen Erkrankungen dar. Deshalb fordert der überörtliche Träger der Sozialhilfe in Hessen diese auch mit rund 2,2 Millionen Euro.
Die wichtige Arbeit von 48 Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) in Hessen kann auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Aufgrund eines diese Woche gefassten Beschlusses des LWV-Verwaltungsausschusses erhalten die Anlaufstellen für psychisch kranke und behinderte Menschen eine Förderung von rund 2,2 Millionen Euro, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. "Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen sind ein elementarer Bestandteil des Konzeptes der gemeindenahen Psychiatrie.
In vielen Fällen sind sie als niedrigschwelliges Angebot bei einer psychischen Erkrankung erste Anlaufstelle für Betroffene, aber auch für Familienangehörige. Ebenso stehen sie den Betroffenen nach einem teil- oder vollstationären Aufenthalt zur Seite", sagte LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann, der die präventive und nachsorgende Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kontakt- und Beratungsstellen ausdrücklich lobte.
Der Landesdirektor freue sich, dass es trotz der schwierigen Finanzsituation der öffentlichen Hände gelungen sei, die Förderhöhe des vergangenen Jahres beizubehalten. In allen Regionen Hessens stünden betroffenen Bürgerinnen und Bürgern professionell arbeitende Anlaufstellen in kommunaler Trägerschaft oder in Trägerschaft der freien Wohlfahrtspflege zur Verfügung.
Hintergrund - Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen
Die durch den LWV mitfinanzierten Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) stehen Menschen zur Verfügung, die unter psychischen Krankheiten und unter seelischen Problemen leiden. Auch deren Familienangehörige können die Angebote der PSKB nutzen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PSKB beraten und begleiten diesen Personenkreis bei Krisen, Ängsten, Zwängen und Depressionen.
In den Anlaufstellen werden den Betroffenen weiterführende Hilfestellungen vermittelt. Auch erhalten sie Unterstützung im Umgang mit Behörden. Die PSKB bieten ein Dach für Selbsthilfegruppen Betroffener und ihrer Angehörigen, die sich dort wechselseitig Hilfe geben und Hilfe empfangen können. Aus der Begegnung mit anderen Betroffenen wächst oft das Verständnis für die eigene Situation. Durch Mobilisierung der eigenen Kräfte gelingt es den Betroffenen, krankheitsbedingten Problemen auf die Spur zu kommen und tragfähige Beziehungen zu entwickeln.
Die PSKB sind auch Begegnungsstätten: Sie tragen dazu bei, Einsamkeit zu überwinden, den Tag gemeinsam planen und gestalten zu können. Durch kreative und spielerische Angebote können die Betroffenen eigene Fähigkeiten entdecken und dabei Selbstsicherheit gewinnen. Die PSKB sind ein wesentlicher Baustein der gemeindepsychiatrischen Versorgung in Hessen. Sie sind in der Regel Teil von Psychosozialen Zentren. Besucher und Patienten finden dort neben den oben geschilderten Angeboten häufig auch Tagestätten, Betreutes Wohnen und Werkstattangebote. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Einwohnerzahl des jeweiligen Versorgungsgebietes. omp
Quelle: Rehacare
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