Schutzpatron der Gehörlosen
Salerno (kobinet) Ein Institut in Salerno trägt seinen Namen. Hier wie überall in Italien herrscht Freude darüber, dass Filippo Smaldone von Papst Benedikt XVI. jetzt heilig gesprochen wurde. Sein Vorgänger Johannes Paul II. hatte 1996 den Schutzpatron der Gehörlosen selig gesprochen. Das Institut Filippo Smaldone ermöglicht in Salerno gehörlosen jungen Menschen schulische und berufliche Ausbildung.
Filippo Smaldone, den der Papst einen "großherzigen Priester" nannte, kam am 27. Juli 1848 in Neapel zur Welt. Am 23. September 1871 erhielt er die Priesterweihe und widmete sich danach der Seelsorge in Süditalien. Insbesondere kümmerte er sich um Hörgeschädigte. Zusammen mit einem Freund gründete er in Lecce 1885 das Institut der Salisianerinnen vom Heiligsten Herzen, die sich der Erziehung gehörloser Kinder annehmen. Smaldone erwarb große Verdienste bei der Entwicklung der Gebärdensprache.
"In den Taubstummen hat der heilige Filippo Smaldone den Widerschein des Bildes Gottes gesehen, und er pflegte zu sagen, dass wir uns vor den Taubstummen so niederknien sollen wie wir es vor dem Altarsakrament machen", sagte Benedikt XVI. am 15. Oktober in Rom.
Die Salesianerinnen vom Heiligsten Herzen betreiben bis heute als Hauptaufgabe der Ordensgemeinschaft die Erziehung gehörloser Kinder. Sie widmen sich auch anderen behinderten Kindern, Waisenkindern und Kindern, die von ihren Eltern verlassen wurden.
Quelle: Rehacare
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