22.11.2006
Kassel (kobinet) Die erfolgreiche Vermittlung der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung in Bonn (ZAV) muss erhalten bleiben. Dies wurde während eines Arbeitstreffens des Equal-Projektes "OPEN PATHS - Neue Wege zur Integration behinderter Menschen" in Kassel bekräftigt.
Die Überlegungen des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, den Bereich "Vermittlung schwerbehinderter Akademiker" bei der ZAV zu reduzieren oder gar ganz zu streichen halten die Projektpartner für eine "Fehlentscheidung mit katastrophalen Folgen für eine erfolgreiche Integration behinderter Menschen in das Berufsleben", so Klaus Reichenbach, der das Projekt mit über 40 Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen koordiniert. "Diese Abteilung in der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung ist seit vielen Jahren die erfolgreichste Vermittlungsstelle für behinderte Menschen in der gesamten Bundesagentur. Besonders im Bereich der Eingliederung besonders schwer behinderter AkademikerInnen hat die ZAV seit Jahren konstant hohe Vermittlungserfolge vorzuweisen".
Gemeinsam mit ihren Projektpartnern aus Erlangen, Gießen, Jena, Kassel, Berlin und Birkenwerder setzt sich die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) für den Erhalt dieser für Menschen mit Behinderungen seit vielen Jahren sehr erfolgreich arbeitenden Abteilung ein. "Statt hier über Kürzungen nachzudenken, muss es vielmehr Ziel sein, die erfolgreichen Methoden der Vermittlung in den örtlichen Arbeitsagenturen ebenfalls anzuwenden", so Klaus Reichenbach. "Eine zentrale Stelle für die Vermittlung von Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt muss aber auch mit ihren finanziellen Möglichkeiten langfristig erhalten bleiben", so Sabine Weigelt vom Verein Offene Türen Jena e.V. omp
Quelle: Rehacare