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24.03.2007, 09:47
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Schulische Integration behinderter Kinder muss Standard werden.
Schulische Integration behinderter Kinder muss Standard werden.
Bremen (kobinet) Nach Ansicht des Vorsitzenden des Sprecherrates des Deutschen Behindertenrates, Horst Frehe, trifft die Kritik des UN-Sonderberichterstatters für das Recht auf Bildung, Vernor Munoz, im Hinblick auf die Benachteiligungen behinderter Kinder und Jugendlicher im deutschen Schulsystem genau den Nagel auf den Kopf. Die schulische Integration müsse in Deutschland endlich zum Standard werden, fordert Horst Frehe.
Das deutsche Schulsystem sondert nach Ansicht von Horst Frehe behinderte Kinder in hohem Maße und ohne Not aus dem allgemeinen Schulsystem aus. Damit werde ihnen in der Regel die Chancen auf eine echte Integration und Teilhabe verbaut. Die Länder praktizierten mit der Sonderbeschulung eine Ausgrenzungspolitik auf Kosten behinderter Kinder. "Im Gegensatz zu anderen Ländern Europas erleben wir in Deutschland in den letzten Jahren eher sogar ein roll-back bei der schulischen Integration behinderter Kinder obwohl es mittlerweile auf so vielen Ebenen erwiesen ist, dass nicht nur die behinderten Kinder, sondern alle Schüler von der schulischen Integration profitieren. Es fehlt schlichtweg der politische Wille die schulische Integration umzusetzen und hierfür die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Wenn nur ca. 12 Prozent der behinderten Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Deutschland in der Regelschule unterrichtet werden, ist dies mehr als beschämend für unser Land und bietet keinen Grund, die Kritik von Vernor Munoz zurückzuweisen", kritisierte Horst Frehe. Die Kleinstaaterei und die Egoismen der einzelnen Länder auf Kosten behinderter Kinder zu sparen, verhindere eine längst überfällige Strategie für eine konsequente Integration behinderter Kinder in die Regelschule.
"Wir fordern ein konsequentes Umsteuern in der Schulpolitik und die Sicherstellung der Menschenrechte behinderter Menschen im Bildungswesen, so dass die schulische Integration zum Standard wird", erklärte Horst Frehe. Die Tatsache, dass eine Reihe von Eltern für eine Sonderbeschulung ihrer behinderten Kinder plädiere, sei letztendlich ein Hilferuf, der die eklatanten Mängel an vielen Regelschulen deutlich mache. "Wer dies als Rechtfertigung für die Sonderbeschulung nimmt, agiert in hohem Maße zynisch und drückt sich um die Schaffung der nötigen und eigentlich selbstverständlichen Rahmenbedingungen im Schulsystem, um allen Kindern gerecht zu werden", so Horst Frehe.
Quelle: Kobinet
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24.03.2007, 21:08
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Forenhexe
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Registriert seit: 07.02.2006
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das ist ein schwieriges thema...
integration in schulen heißt momentan entweder
mindestens 12 regelkinder + 4 'geistig behinderte' kinder
oder
mindestens 8 'behinderte' kinder in einer kooperationsklasse
(so sieht es jedenfalls hier vor ort aus. und da gibt es genau
eine grundschule jeweils einer klasse davon pro jahrgang -
und nur eine weiterführende schule)
ich finde auch, dass es mehr integrationsplätze geben müsste.
aber ob man allen behinderten kindern was gutes tut,
wenn man sie in den 'regelbereich' integriert,
halte ich für sehr fraglich!
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25.03.2007, 08:48
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 01.08.2005
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bei uns in iklassen werden nicht mehr als zwei behinderte kinder aufgenommen.zu 12 gesunden so wars auf jeden fall noch vor 5 jahren und die aufteilung fand ich eigentlich sehr gut.vor allen und da gebe ich dir recht conn iklassen sind nicht unbedingt etwas für alle behinderten kinder.den das umfeld kann zu belastend für das kind sein
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02.04.2007, 09:25
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 08.02.2006
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Degener: "Wir sind da ein Entwicklungsland"
Degener: "Wir sind da ein Entwicklungsland"
Ein bemerkenswertes Interview gab die Jura-Professorin Theresia Degener im Deutschlandfunk. Thema: 87 Prozent der behinderten Kinder gehen in Deutschland in Sonderschulen.
In Deutschland gehen 87 Prozent aller behinderten Kinder in Sonderschulen und nur 13 Prozent in Regelschulen. International gesehen sind wir da ein Entwicklungsland", erläuterte die behinderte Jura-Professorin Theresia Degener anlässlich der Unterzeichung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in New York.
"Wir haben die bisherigen existierenden sieben Menschenrechtsverträge untersucht und vor allen Dingen untersucht, wie sie weltweit in Bezug auf Behinderte umgesetzt werden, und diese Studie belegt eindrücklich, dass die bisherigen existierenden Menschenrechtsinstrumente oder Verträge auch für behinderte Menschen gelten theoretisch, aber praktisch so gut wie nicht für behinderte Menschen umgesetzt werden", hält sie im bemerkenswerten Interview mit Deutschlandfunk fest und fordert: "Und deswegen ist es absolut an der Zeit gewesen, dass es nun ein verbindliches Menschenrechtsinstrument für behinderte Menschen gibt." Auf die Frage, wo es den in Deutschland Nachholbedarf gebe, meint Degener: "Oh, in vielen Bereichen. Wir haben in den letzten sechs Jahren allein viermal Schelte von internationalen Menschenrechtsorganen bekommen, zum Beispiel hat sich 2001 der Ausschuss über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, und 2003 die Europäische Antifolterkommission sehr kritisch über die Zustände in deutschen Heimen geäußert. In 2004 war das der Menschenrechtsausschuss, und jetzt in diesem Jahr, haben wir es ja gehört, hat sich der UN-Sonderbotschafter Muñoz über das deutsche Bildungssystem beschwert, das nicht nur ausländische Kinder, sondern insbesondere behinderte Kinder diskriminiert. Und da ist Deutschland weit hinter vielen anderen Ländern in dieser Welt."
quelle: bizeps
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Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,
als der Weg von der Erde zum Mond.
angie
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