Kassen: Private Versicherer gegen neue Angebote
Kassen: Private Versicherer gegen neue Angebote
Hannover (ddp). Vier Wochen nach Inkrafttreten der Gesundheitsreform ist es einem Zeitungsbericht zufolge zu einem schweren Konflikt zwischen dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und der Bundesregierung gekommen. Die PKV warf der Bundesregierung vor, den Krankenkassen gegen Zusatzprämien künftig auch Wahltarife mit Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung oder Zweibettzimmer erlauben zu wollen. «Damit würde der Staat rechtswidrig in einen funktionierenden privat organisierten Markt eingreifen», sagte PKV-Direktor Volker Leienbach der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Donnerstagausgabe). Die Versicherungsunternehmen «würden massiv benachteiligt und vom Markt gedrängt». Im Verband hieß es, man werde mit allen rechtlichen Möglichkeiten gegen solche Wahltarife vorgehen. Die Regelungen waren von der Union in den Koalitionsverhandlungen über die Gesundheitsreform durchgesetzt worden. Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr, sagte der Zeitung, die Auslegung der Reform werde «noch ein parlamentarisches Nachspiel» haben. «Das Ministerium legt es darauf an, der PKV das klassische Geschäft mit Zusatzleistungen wegzunehmen,» sagte Bahr. Die Krankenkassen, die derzeit solche Zusatzleistungen in Kooperation mit PKV-Unternehmen anbieten, «brauchen dann diese Partner nicht mehr».
Quelle: Netdoctor
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