Malu Dreyer: Barrieren im Gesundheitssystem abbauen
Malu Dreyer: Barrieren im Gesundheitssystem abbauen
Mainz (kobinet) Behinderte Menschen stoßen bei Arztpraxen und therapeutischen Einrichtungen noch zu oft auf Barrieren. Ein gleichberechtigter Zugang zu den Angeboten des Gesundheitswesens müsse daher weiter voran gebracht werden, so die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer.
Die Barrierefreiheit von Arzt- und therapeutischen Praxen betreffe nicht nur den stufenlosen Zugang zu den Räumlichkeiten, sondern zum Beispiel auch die Nutzbarkeit durch höhenverstellbare Untersuchungsliegen, die Einbeziehung von Gebärdensprachdolmetschern oder Kenntnisse im Umgang von Menschen mit Lernschwierigkeiten. "Um hier Verbesserungen zu erzielen, wird der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Staatssekretär Richard Auernheimer, für Juni zu einem weiteren Treffen der Selbsthilfe behinderter Menschen sowie der Ärztekammern und der kassenärztlichen Vereinigungen einladen", kündigte die Ministerin anlässlich des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung behinderter Menschen an. Am Freitag hatten in Mainz behinderte und chronisch kranke Menschen gegen die Mißstände in Sachen Barrierefreiheit im Gesundheitswesen demonstriert.
In einer ersten Gesprächsrunde seien bereits konkrete Schritte besprochen worden. So habe der Landesbeirat zur Teilhabe behinderter Menschen eine Checkliste für die Barrierefreiheit von Arztpraxen erarbeitet, mit der eine Erhebung unter den Praxen durchgeführt werden soll. Die Ärztekammern und kassenärztlichen Vereinigungen wollen die Informationen über barrierefreie Arztpraxen im Internet präsentieren.
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