Antrag für Stadtführer verabschiedet
Antrag für Stadtführer verabschiedet
Kassel (kobinet) Die Kasseler Stadtverordnetenversammlung hat gestern einen Antrag für einen Stadtführer für behinderte Menschen einstimmig verabschiedet.
Der von der CDU eingebrachte Antrag war zwar etwas chaotisch und unpräzise in seiner Formulierung, da er die Entwicklung eines Stadtplans und eines Stadtführers für behinderte Menschen durcheinander warf. Am Ende wurde der Antrag für verbesserte Informationen über barrierefreie Angebote und Einrichtungen für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen jedoch einstimmig verabschiedet. Petra Friedrich von der SPD führte beispielsweise aus, wie wichtig es ist, dass beispielsweise behinderte Menschen Informationen darüber bekommen, ob sie einen Führhund oder Begleithund kostenlos mit ins Hotel bringen können. Ottmar Miles-Paul von den Grünen trat dafür ein, dass es ähnlich wie in Münster auch in Kassel einen Reiseführer mit ausgewählten barrierefreien Routen in leichter Sprache gibt und Donald Strube von der CDU bekräftigte die Notwendigkeit für aktuelle Informationen.
Wichtig sei dabei, dass die Informationen über barrierefreie Einrichtungen aktuell und möglichst auch im Internet barrierefrei und einfach zu recherchieren sind. Ottmar Miles-Paul konnte es sich jedoch nicht verkneifen und wies in seiner Rede darauf hin, dass das Bereitstellen von Informationen das eine ist, die Veränderung der Situation aber das andere, das nicht vergessen werden dürfe. Daher appellierte er vor allem an die CDU, sich bei der Hessischen Landesregierung dafür einzusetzen, dass diese im Rahmen ihrer durch die Föderalismusreform nun neuen Zuständigkeiten aus dem Behindertengleichstellungsgesetz zum Beispiel bei der Gaststättenkonzessionierung und beim öffentlichen Personennahverkehr dafür stark macht, dass diese konsequent umgesetzt werden.
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