Über die Teststrecke zum Rolli-Führerschein
Backnang (pm) – Der Mensch geht, läuft, rennt, springt – und er fährt Rollstuhl. Während die meisten Menschen einfach so über ein Hindernis gleiten, hat es ein Rollstuhlfahrer da schon viel schwerer. Was zum Beispiel macht er, wenn auf dem Gehweg ein Auto steht? Ist doch ganz klar, werden sich jetzt viele sagen: Er fährt auf die Straße am Auto vorbei. Stopp! Ganz so leicht ist das nämlich nicht.
Um bei dieser Wissenslücke Abhilfe zu schaffen, hat sich der Kreisjugendring in seinem Projekt Abenteuer Handicap etwas ausgedacht: den Rolli-Führerschein. Mithilfe eines Parcours kann jeder lernen beziehungsweise fühlen, was es heißt, in einem Rollstuhl zu sitzen, und wie man einem Rollstuhlfahrer helfen kann. Der Rundkurs zeigt Alltagssituationen wie das Treppensteigen. Am Ende erhält jeder Teilnehmer den Rolli-Führerschein. Geleitet wird das Projekt von Simon Maier und Felix Gleich. Selbst behindert, ist es ihr Ziel, Nichtbehinderten Berührungsängste zu nehmen und Menschen mit Behinderung Mut zu machen, Dinge anzupacken.
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