Kunstprojekt voller Wunder
Kunstschule Ataraxia und Dreescher Werkstätten arbeiten zusammen
Lankow (zvs) • Der zur Wohnstätte für Menschen mit Behinderung gehörende „Wun-dergarten“ in der Julius-Polentz-Straße nimmt immer mehr Gestalt an: Neben Blumen- und Kräuterbeeten, sorgen auch kleine Klangmobile, Elefantenwippe, Vogelhäuser, Holz-Memory und verschiedene Spiele für vielfältige Sinnesfreuden. Das auf drei Jahre angelegte, integrative Freizeitprojekt setzt schöpferische Prozesse in Gang und begeistert sowohl die behinderten Kinder und Jugendlichen als auch die nichtbehinderten Teilnehmer. In Kooperation mit der Schweriner Kunst- und Musikschule Ataraxia leisten die Dreescher Werkstätten hier einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Toleranz und Kreativität.
Die Zusammenarbeit hat weitere Synergieeffekte: So nehmen die bei Ataraxia aktiven Gruppen in ihren Arbeiten Bezug auf den „Wundergarten“ und entwerfen immer neue Ideen zur weiteren Gestaltung des Geländes. Interessierte Bewohner können in diese Kurse eingebunden werden.
Zwei von ihnen sind Stine Schmidt und Ernest Tenenbaum. Die 15- und der 20-Jährige bewiesen mit ihrer Arbeit am „Wundergarten“ das gewisse Händchen im Umgang mit Farben und Formen. Da ihnen jedoch nur ein kleines Taschengeld zur Verfügung steht, suchten Stine und Ernest einen Paten mit Herz und Seele, der sie bei der Finanzierung der monatlichen Kursgebühren unterstützt.
SVZ-Beitrag half bei der Suche nach FörderernDank eines Artikels in der SVZ fanden sie ihn: Der Vorsitzende des Kinder-Senioren-Hilfe e.V., Hans-Werner Lengsfeld, spendete 500 Euro. „Niemand kann etwas dafür, wie er geboren wird. Darum engagieren wir uns für die so genannten schwachen Mitglieder der Gesellschaft, die uns so oft mit ihren Stärken überraschen“, sagt er mit einem bewundernden Blick auf das neu entstandene Mensch-ärger-Dich-nicht-Spiel im Riesenformat.
Ein kleines Paradies wächst dank vieler Helfer Doch Dank gebührt auch jenen, die den „Wundergarten“ mit wertvollen Sachspenden für den Sommer-Workshop unterstützten: beispielsweise der Boizenburger Fliesenfabrik, den Fliesenmärkten Kerafyr und Croonen, dem toom Baumarkt, der Kunststofffirma Schult & Sohn, dem Kieshandel Otto Dörner sowie der Tief- und Kulturbau GmbH.
Begleitet wurde das Projekt auch von der Gartenbaugruppe der Dreescher Werkstätten, die den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite stand.
Damit der „Wundergarten“ auch in Zukunft wachsen und die Kreativität von Menschen mit Behinderung gefördert werden kann, suchen die Dreescher Werkstätten weiter nach engagierten Leuten mit dem Herz am rechten Fleck, die mit Geld- oder Sachspenden zum Gelingen des Projektes beitragen wollen. Potenzielle Paten melden sich einfach telefonisch bei Heike Winkler unter 0385-39570912.
Gefördert wurde der „Wun-dergarten“ auch durch die Initiative „Kleine Buga“, die der Verein Bürger für Schwerin gemeinsam mit dem Buga-Förderverein gestartet hat (wir berichteten).
Hans-Werner Lengsfeld (2.v.l.) vom Kinder-Senioren-Hilfe e.V., überreichte eine Spende von 500 Euro an Ernest Tenenbaum (l.) und Stine Schmidt (2.v.r.), die nun ein Jahr lang an den Kunstprojekten von Ataraxia, vertreten durch Ute Laux (r.), teilnehmen können. Dreescher Werkstätten
(Quelle: SVZ online)