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02.02.2007, 08:35
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Gast
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Spielplätze für alle kinder
Spielplätze für alle Kinder!
 Beate Voskamp: Spielplatz
Bei der Planung von Spielplätzen ist regelmäßig der Spagat zu bewältigen, Herausforderungen für Behinderte wie für Nichtbehinderte zu schaffen.
Planungsgrundlagen bieten die bekannten DIN-Normen sowie einschlägige Gesetze. Die Spielgeräte-Hersteller haben inzwischen ein beachtliches Repertoire individueller Produkte anzubieten. Festzustellen ist dennoch ein Umsetzungsdefizit.
Viele behinderte Kinder verbringen als Folge ihrer Behinderung eine Kindheit, die nur sehr eingeschränkt Möglichkeiten und Gelegenheiten zu Spiel und Bewegung bietet. Besonders deutlich zeigt sich für behinderte Kinder die Einschränkung ihrer Möglichkeiten aktiv zu spielen in den Spielangeboten öffentlicher Spielplätze. Solche Alltagserfahrungen sind es dann, die diese Kinder manchmal vom jüngsten Alter an resignieren lassen, was zu einer passiven Spielhaltung führt. Durch entsprechende Angebote gilt es, diese zu aktivieren, denn mit dem Gefühl des Involviertseins in die eigene Tätigkeit und der Freude daran verbinden sich tiefste Lern- und Wahrnehmungserfahrungen.
Planungsauftrag ist die eigengelenkte Ermöglichung von spielerischen Material- und Bewegungserfahrungen für alle Kinder. Daraus wird Ihnen die Grundlage zum Erwerb komplexer Handlungsmuster in allen psychischen und physischen Lebensbereichen ermöglicht. Zu berücksichtigen sind dabei nicht nur die Bedürfnisse der Rollstuhlfahrer, sondern die der Personen mit Einschränkungen des Seh- und Hörvermögens, mit Bewegungsstörungen, Spasmuserkrankungen, Muskelschwächen u.a.m.
Spielen im Freien bietet allein schon vielfältige sensorische Eindrücke von Wind, Luft, Schatten, Licht, Wärme, Kälte, Wachstum, Werden und Vergehen. Insbesondere für behinderte Kinder sind zusätzlich Angebote zur basalen Stimulation zu machen - z.B. mit Klangspielen, Tast- und Geruchsspielen u.a. Gefragt sind möglichst vielfältige Angebote um neue Wahrnehmungserlebnisse zu gewinnen, neue Handlungsaktivitäten, Selbstwahrnehmung, Raumerfahrung und Orientierung zu schulen. Unterschiedliche Materialien können eingesetzt werde, z.B. um den Kindern taktile und optische Orientierungshilfen gegeben werden, um spezielle Spielangebote zu finden und verschiedene Spielareale voneinander abzugrenzen.
Ein Spielplatz für alle Kinder sollte außerdem spezifische Orientierungs- und Spielangebote für Kinder mit Hör- und Sehbeeinträchtigungen einschließen und die Sicherheitsbedürfnisse dieser Kinder berücksichtigen. Sicherheit hat eine besondere Bedeutung. Kinder in Rollstühlen müssen nicht nur sichere Fahrwege auf dem Spielplatz vorfinden, auch ist zu berücksichtigen, dass viele behinderte Kinder als Folge ihrer Behinderung über eine eingeschränkte Realitätseinschätzung verfügen, so dass sie in vielen Situationen keine Angst vor realen Gefahren zeigen. Dazu gehören beispielsweise Kinder, die keine Höhenangst haben oder Kinder, die sich und andere Kinder durch Handlungen gefährden, deren Risiken sie nicht übersehen können. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, vielfältige Spielangebote für körper- und sinnesbehinderte Kinder zu schaffen. Im Vordergrund bei der Gestaltung öffentlicher Spielbereiche steht der integrative Ansatz.
 Grundlegende Erfahrungen sind das Spiel mit Sand und Wasser und das Schaukelerlebnis.
Sand und Wasser sind die am wenigsten vorgeformten Spielmaterialien und ermöglichen Kindern aller Altersstufen eine Fülle an Erfahrungen im physischen und psychischen Bereich im Spiel. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Sand für Kinder im Rollstuhl erfahrbar zu machen: Im gezeigten Beispiel wird eine unterfahrbare Umrandung hergestellt und ein Liegebrett angebaut, das es den Kindern erlaubt in liegender Position im Sand zu spielen.
Der Wert und die grundlegende psychomotorische Bedeutung des Schaukelerlebnisses sind von herausragender Bedeutung bei der Planung für körperbehinderte Kinder. Körperempfindungen und Emotionen werden in vielfältiger Weise beeinflusst. Durch die rhythmische Bewegung werden Gleichgewichtssinn, Tiefensensibilität, taktiles System und visuelle Wahrnehmung angesprochen. Für viele behinderte Kinder sind dies Bewegungen und Körpererfahrungen, die sie im täglichen Leben kaum erleben.
 Die Rollstuhlfahrer-Schaukel bietet den Vorteil, dass die Kinder im Rollstuhl sitzen bleiben können. Durch Gewicht und Konstruktion bedingt behält die Schaukel einen gleichmäßigen gedämpften und beständigen Rhythmus. Bei der Vogelnest-Schaukel können die Kinder sich in das Netz der Schaukel hinein legen, setzen oder stellen. Behinderte und Nichtbehinderte Kinder können hier gemeinsam erleben.
Der Gedanke Spielplätze mit Spielangeboten für alle Kinder zu schaffen ist so selbstverständlich und naheliegend, dass man staunt wie wenige gebaute Beispiele es erst gibt in diesem selbstverständlich scheinenden Lebensbereich. Es wäre ein Beitrag, der an den Alltagserfahrungen ansetzt. Alle Kinder sollten hier Möglichkeiten finden, selbst aktiv tätig zu werden und sich selbst in spielerische Beziehung zu anderen Kindern zu setzen, ihre Fähigkeiten kennen zu lernen und zu entwickeln. Sie sollen sich freuen am Spiel, an den Aufgaben, die sie bewältigen und den Erfahrungen die sie machen. Denn es sind gerade sie, die viel mehr noch als ihre nichtbehinderten Spielkameraden auf vielfältigste Bewegungsangebote angewiesen sind als Grundlage für die Entfaltung ihrer Entwicklungschancen. Letztendlich wäre dies ein Gewinn für die ganze Gesellschaft.
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02.02.2007, 08:36
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Gast
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Registriert seit: 04.08.2006
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Mühelos und vielseitig - Spiel ohne Hürden
Raum für Fantasiereisen, für Sicherheit und Abenteuer, Wut und Resignation
Barrierefrei und für alle Kinder!
In der größten Berliner Diakonie-Einrichtung, dem Evangelischen Johannesstift, entstand an der Therapie-Einrichtung der Behindertenhilfe "Alten Quellhof" dieser neue öffentliche Spielraum - Ein barrierefreier Spielraum mit Spiel- und Bewegungsangeboten insbesondere für die hier lebenden und die Therapieeinrichtung besuchenden schwerst mehrfachbehinderten Kinder und Jugendlichen. Er wurde im Frühjahr 2002 fertiggestellt.
 Die Erlebbarkeit der Grunderfahrungen des Spielens behinderten Kindern zugänglich zu machen war zentrales Anliegen der Planung. Entstanden sind unterfahrbare Wasser- und Sandspieltische, ein Liegebrett, verschiedene Schaukeln und ein Karussell, eingebettet in eine sich aus dem Gelände organisch entwickelnde Spiellandschaft. Ein weiterer Schwerpunkt der Planung war der integrative Gedanke. Integration behinderter wie nicht behinderter Kinder, denn die Anlage steht jedem offen.
Um Sand für Kinder im Rollstuhl erfahrbar zu machen gibt es mehrere Möglichkeiten: Man kann über eine Rampe hineinfahren oder die Einfassung so gestalten, dass ein leichtes Umsetzen vom Rollstuhl in den Sandkasten erleichtert wird. In Abstimmung mit den Therapeuten fiel hier die Entscheidung auf eine unterfahrbare Umrandung mit einem Liegbrett. Dieses Liegebrett ermöglicht den Kindern in liegender Position im Sand zu spielen. So kann mit geringem Kraftaufwand in Richtung der Schwerkraft von oben nach unten gespielt werden. In dieser Ausgangsstellung werden Tätigkeiten möglich, die sonst schwer fallen würden.
 Schaukeln in der Vogelnestschaukel ist Entspannung pur: Liegen, Gleiten, Drehen - schwerelos. Gemeinsames Erleben im Schaukelkorb, allein oder zusammen, für Kinder mit und ohne Behinderungen. Integrativ und kommunikativ. Kindern in Rollstühlen ist dieses allumfassende Schaukelerlebnis oft verwehrt, daher ergänzt gleich gegenüber die Rollstuhlfahrerschaukel das Angebot: Schwingen, Schaukeln, Loslassen von den Mühen des Alltags.
Selbstständigkeit fördern - Hilflosigkeit vermeiden ist die Kernaussage der therapeutischen Arbeit im Johannesstift.
Zu öffentlichen Spielplätzen ist behinderten Kindern der Zugang oft erschwert. Ein Kind, das auf einen Rollstuhl angewiesen ist, kann die Spielangebote kaum ohne fremde Hilfe von außen benutzen und selbst mit Unterstützung sind die meisten Geräte nur bedingt für Behinderte geeignet. Dies sollte hier anders sein. Auch behinderte Kinder haben den Willen und die Kraft, die eigene Entwicklung durch selbstständige und selbstgewählte Aktivitäten zu befördern - es muss ihnen nur ausreichend Zeit, Raum und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gegeben werden. Dies stärkt das Selbstwertgefühl in entscheidendem Maße.
Alle Kinder finden hier Möglichkeiten selbst aktiv tätig zu werden und sich selbst in spielerische Beziehung zu anderen Kindern zu setzen, ihre Fähigkeiten kennen zu lernen und zu entwickeln. Sie sollen sich freuen am Spiel, an den Aufgaben, die sie bewältigen und den Erfahrungen die sie machen.
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02.02.2007, 08:37
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Gast
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Registriert seit: 04.08.2006
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Für behinderte kleine und große Menschen muss der Zugang zu Spielangeboten barrierefrei sein. Barrierefrei
Wo die Chance zur Begegnung gegeben ist, kann die Zersplitterung unserer Gesellschaft in klein oder groß, mit oder ohne Behinderungen, jung oder alt, überwunden werden.
Mit dem Stichwort "Barrierefrei" verbindet sich das Bemühen, Spielräume für jeden Menschen zugänglich zu machen, unabhängig von seinem momentanen spielwert körperlichen und seelischen Zustand. Von noch größerer Bedeutung ist in unseren Augen das damit ebenfalls verbundene Ziel, Spielräume integrativ zu gestalten.
Leistungsumfang- Herstellung von Standard-Spielangeboten und:
Phänomenobjekte, Großanlagen, Spielstationen zur Entfaltung der Sinne, bespielbare Wände, module Spielsysteme, Sonderanfertigungen mit
Plattformen, Häuser, Türme, Baumhäuser, Piratenschiffe, Tiere, Schaukeln, Brücken, Pendelgeräte, Wasserspielanlagen, Wagnisgeräte, Klangobjekte, Flugzeuge, Traktorschwingreifen, Drehmännchen, Rutschen, behindertengerechte Spielangebote, alternative Sitzmöglichkeiten
Bauart Holz
solide Holzkonstruktionen aus nicht imprägnierter Lärche, Eiche oder Robinie; Fichte und Tanne imprägniert besondere Oberflächenbearbeitung zum Erhalt der lebendigen Struktur
Bauart Metall
Wasserspielangebote, Stationen der Sinne, Rutschen aus V2A (Edelstahl) Beschläge und sonstige Metallteile feuerverzinkt Seile und Netze aus sechslitzigem Corocordseil in Herkulesmachart Gummi, Bänder und Sitze, textilarmiert bzw. stahlarmiert. - Planung mit Projektpartnern
Großanlagen, Ausstellungen, Sonderprojekte, traditionelle Spielräume - Seminare und Fachberatung zum Thema Spielraum
Einsatzbereiche
Spielplätze in Stadtbezirken - Parks - Fußgängerzonen - Freizeitparks - Erlebniswelten - Ausstellungen - Einkaufszentren - Wohnanlagen - Wasserspielplatz - Hotels und Raststätten - Kindergarten - Schule
 Rollstuhlwippe Wasserspiel Rollstuhlschauckel Pfeifenwippe Rollstuhlkarussel Ziehwehr
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02.02.2007, 08:47
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Inaktiver Benutzer
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Registriert seit: 13.12.2006
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Fände es toll, wenn es das öfters gibt. Bei uns der Spielplatz z.B. ist absolut nicht barrierefrei. Mit Rolli könnte da kein Kind spielen. Es würde schon gar nicht reinkommen, bzw nur schwer, weil da ein Sandweg ist, der recht tief ist.
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02.02.2007, 12:18
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 01.08.2005
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in karlsruhe ist auch ein wunderschöner spielplatz wo alle zugang haben.ideal angelegt auch für behinderte mit rolli.
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