Im Moment ist der Schwerbehindertenausweis (SBA) noch in der unhandlichen Größe DinA6, also so groß wie eine Postkarte. Das ist für die Betroffenen recht unpraktisch. Es gibt schon seit langem Bestrebungen, den Ausweis auf Scheckkartenformat umzustellen, so dass der Schwerbehindertenausweis bequem in der Geldbörse mitgeführt werden kann.
Der Bundesbehindertenbeauftragte hat gestern in seiner Presseerklärung erklärt, dass den Ländern ein Verordnungsentwurf vorgelegt wurde.
Hier seine Presseerklärung:
Zitat:
Neuer Schwerbehindertenausweis auf der Zielgeraden - Bundesländer sind am Zuge
„Der neue Schwerbehindertenausweis im Scheckkartenformat kann kommen, vorausgesetzt die Bundesländer nehmen jetzt ihre Verantwortung wahr“, betonte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den Ländern einen Verordnungsentwurf für einen kleineren Schwerbehindertenausweis vorgelegt. Damit habe es das im Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention angekündigte Vorhaben für einen benutzerfreundlicheren Schwerbehindertenausweis angeschoben, so der Beauftragte.
„Jetzt sind die Länder am Zuge. Ein weiteres Abwarten nach zig Verhandlungsrunden über die genaue Gestaltung des neuen Ausweises ist nicht akzeptabel. Wer den neuen Ausweis jetzt weiter verzögert, muss das Millionen von Inhabern eines Schwerbehindertenausweises erklären, gegenüber denen seit Jahren ein benutzerfreundlicheres Format angekündigt wird“, so Hubert Hüppe.
Der Beauftragte wies zudem auf den Wegfall des Streckenverzeichnisses seit September 2011 hin. Bahnnutzer mussten das Verzeichnis zuvor zusammen mit ihrem Schwerbehindertenausweis in Nahverkehrszügen mitführen. Durch den Wegfall sei ein Kostenfaktor für die Länder entfallen, so der Beauftragte.
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Die Umstellung wird sicher ziemlich teuer für die Länder und die Einsparungen durch Wegfall des Streckenverzeichnisses werden die anfänglichen Kosten sicher nicht deckeln.
Ob die Länder einen Bundeszuschuss für die Umstellung erhalten, ist mir jetzt nicht bekannt.
Aber in jedem Fall wäre ein kleineres Format sicher für alle Betroffenen eine tägliche Erleichterung und daher wünschenswert.
Ich bin gespannt, ob wir in 2012 noch etwas Neues dazu hören oder lesen können.
VG
Mary