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Alt 03.08.2006, 08:37
Tacheles Tacheles ist offline
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Registriert seit: 05.08.2005
Beiträge: 251
Standard Behindertenhilfe auf Kosten Familienangehöriger.

Behindertenhilfe auf Kosten Familienangehöriger.



Berlin (kobinet) Zum Referentenentwurf der Regierung über das Gesetz zur Änderung des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch vom 25. Juli äußerte heute der behindertenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Ilja Seifert, die Befürchtung, dass sich der Bund und die Bundesländer offenbar zu Lasten von Familienangehörigen aus der Finanzierung der Behindertenhilfe zurückziehen wollen.

Laut Referentenentwurf sollen Ehegatten und Lebenspartner noch stärker für die Aufbringung der Mittel herangezogen werden, wenn eine behinderte Person in einer Einrichtung lebt und betreut wird. Die geplante Änderung ist nach Ansicht von Seifert ein Freibrief, um an das Einkommen von Angehörigen heranzukommen. Zu erwarten sei auch eine Verschärfung beim Leistungsumfang in der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Für die Leistungsberechtigten werde es schwieriger, zusätzlich benötigte Leistungen zu erhalten, befürchtet der Bundestagsabgeordnete. Durch die vorgeschlagene Formulierung in § 42 werden die Leistungsträger aufgefordert, nur noch auf Antrag Zusatzleistungen zu erbringen, wenn der "nach den Umständen unabweisbar gebotene Bedarf auf keine andere Weise gedeckt werden" kann.

Nicht nachvollziehbar sei außerdem der Ausschluss teilstationärer Einrichtungen aus dem Leistungskatalog für die Unterkunftskosten, meint Seifert. Davon betroffen seien auch Personen in betreuten Wohnformen, die gegebenenfalls zusätzlich Sozialhilfe beantragen müssen. Die Linksfraktion schließt sich der Meinung der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) an, die in ihrer Stellungnahme schreibt: "Da die Sozialhilfeträger in der Vergangenheit die Unterkunftskosten durch Satzungen massiv gekürzt haben, können gerade für Personen mit Behinderungen dadurch eine Leistungskürzung eintreten". Wie die EKD sieht auch die Linkspartei die Teilhabe behinderter Menschen in der Gesellschaft eher zurückgedrängt als gefördert. sch

(Quelle: Kobinet)
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  #2  
Alt 03.08.2006, 09:10
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

ich frage mich wie sollen viele das bezahlen.meist sind menschen die einen behinderten in der familie haben eh am existensminimum und dann noch tiefer in die tasche greifen wie soll das gehen.
wir haben eine bekannte da ist die mutter ins pflegeheim gekommen.die mutter hatte vor 15 jahren das haus den kindern überschrieben.allerdings wohnrecht auf lebenszeit.jetzt sollen sie ein zimmer vermieten und die miete als anteil bezahlen.nur ich möchte in meiner wg auch niemand fremdes haben der mein bad und meine küche auf dauer mitbenutzt.
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