Am Telefon Hilfe zur Selbsthilfe
Von kobinet-Mitglied Rolf Barthel
Berlin (kobinet) Ilona Gölz ist eine der freundlichen Damen, die am Telefon 0180 1 21 67 21 bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland Auskunft zu Fragen über Arbeit, Rente und Behinderung geben.
Die kostenlose Telefonberatung wird als ein Projekt der Interessenvertretung in Kooperation mit seinem Berliner Zentrum und Autonom Leben in Hamburg durchgeführt. In den nächsten Tagen ist eine Entscheidung über weitere finanzielle Unterstützung (oder auch nicht) zu erwarten.
Ilona Gölz (26) ist selbst an Multipler Sklerose (MS) erkrankt. Sie hat dann eine zweijährige Peer-Counseling-Ausbildung absolviert. Seit Februar 2006 arbeitet sie ehrenamtlich in der Berliner Beratungsstelle für ein selbstbestimmtes Leben behinderter und chronisch kranker Menschen mit.
Ihre Tätigkeit am Telefon im ISL-Projekt wird noch von der Deutschen Rentenversicherung finanziert. Am Telefon darf die Berlinerin keine Rechtsauskünfte erteilen, da sie keine Juristin ist. Ihre Aufgabe ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Ratsuchenden erhalten von ihr Orientierung, sich im Dschungel des Arbeit-, Sozial- und Rentenversicherungsrechtes zurecht zu finden. Jede Anfrage ist individuell, manchmal einfach zu beantworten. In einigen Fällen erhalten die Anrufer später Informationen per E-Mail oder mit der gelben Post.
Wie es sich zeigt, wird diese Beratung gern angenommen. Ratsuchende möchten sich oft nicht gleich an die Rentenversicherung wenden oder sich in einen Rechtsstreit begeben. So lassen sich manche Bedenken oder Widersprüche schon am Telefon ausräumen, wo Experten in eigener Sache tätig sind.
Quelle: Rehacare
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