Besuch aus Berlin.
Hollenbach (kobinet) Die Vorsitzende des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) Elke Bartz bekommt heute bei sich zu Hause hohen Besuch aus Berlin. Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Karin Evers-Meyer besucht Elke Bartz zu Hause und setzt damit auch ein Zeichen für ein Leben Daheim statt im Heim.
"Wir freuen uns sehr, dass sich Frau Evers-Meyer die Zeit nimmt, bei uns reinzuschauen", meinte ForseA-Vorsitzende Elke Bartz im Vorfeld des heutigen Besuches. Zufällig habe sie erfahren, dass die Behindertenbeauftragte heute einen Termin in der Nähe von Hollenbach habe. "Daraufhin habe ich in ihrem Büro angerufen und gefragt, ob ihr Terminkalender noch Platz für einen Abstecher zu uns hätte". Dies habe Karin Evers-Meyer sofort bejaht. Neben der Tatsache, dass es nett sei, dass die Behindertenbeauftragte einmal auf einen Kaffee vorbei komme und sie nach dem von ihr veranstalteten Neujahrsempfang auf diese Weise sozusagen auch einmal von behinderten Menschen empfangen werde, sei dieser Besuch aber auch ein wichtiges politisches Zeichen. "Normalerweise schauen sich PolitikerInnen gerne große Einrichtungen an oder halten dort schöne Reden bei Tagen der offenen Tür. Dabei wird oft vergessen, dass behinderte Menschen wie alle anderen auch, am liebsten in der eigenen Häuslichkeit und zu Hause leben möchten. Deshalb ist der Besuch bei uns zu Hause ein wichtiges Signal, dass behinderte Menschen die gleichen Möglichkeiten haben müssen, dort leben zu können, wo sie wollen", erklärte Elke Bartz.
Ganz im Sinne der Initiative "Daheim statt Heim" werde Elke Bartz der Behindertenbeauftragten heute zeigen, wie es sich zu Hause lebt, welche Vorkehrungen für eine barrierefreie Gestaltung getroffen werden können und wie es funktionieren kann, wenn man seine Assistenz selbst organisiert. "Natürlich reden wir dabei sicherlich auch über ein paar aktuelle Themen, wie zum Beispiel die Reform der Pflegeversicherung", so Elke Bartz.
Quelle: Kobinet
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