Regionale Beratungsnetzwerke Barrierefreies Wohnen angestrebt
Mainz (kobinet) Gute Beratung direkt vor Ort, das ist das Ziel des rheinland-pfälzischen Beratungsnetzwerkes "Barrierefreies Wohnen", das auf Initiative der rheinland-pfälzischen Sozialministerin Malu Dreyer gegründet wurde.
Wohnberatung für barrierefreie Gestaltung und Unterstützung bei der Wohnraumanpassung werde vielfach angeboten, sei aber vielen Menschen noch nicht genügend bekannt, sagte die Ministerin gestern in Mainz. Notwendig sei daher eine Vernetzung der vorhandenen Wohnberatungsanbieter. Sie strebe ein flächendeckendes regionales Beratungsangebot mit ausgewogenen gleichwertigen Qualitätsstandards in den Kommunen an. Partner seien bisher die 135 Beratungs- und Koordinierungsstellen in Rheinland-Pfalz, die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer, die regionalen Beratungsstellen des Sozialverbandes VdK, der Sozialverband Deutschland Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland, die Handwerkskammern Trier und Koblenz, die Seniorenbeiräte der jeweiligen Kommunen, die kommunalen Behindertenbeauftragten sowie verschiedene Selbsthilfeorganisationen vor Ort.
"Wohnen in den eigenen vier Wänden gehört zu den Grundbedürfnissen des Lebens. Selbstbestimmt leben heißt auch selbstständig wohnen, in der gewohnten Umgebung mit den gewachsenen sozialen Kontakten. Die eigenen vier Wände vermitteln Sicherheit, Geborgenheit und prägen die Lebensqualität", so die Ministerin. Daher sei es sinnvoll, rechtzeitig an die barrierefreie Gestaltung des Wohnbereichs zu denken. Die Wohnberatung helfe dabei. "Der Landesregierung ist ein gutes und flächendeckendes Wohnberatungsangebot ein wichtiges Anliegen, um älteren und behinderten Menschen ein eigenständiges Wohnen auch bei Hilfs- und Pflegebedürftigkeit zu ermöglichen." Barrierefreie Gestaltung und Mobilität bedeute, bestehenden Wohnraum an die Bedürfnisse älterer und behinderter Menschen so anzupassen, dass sie dort ihren selbständigen Haushalt aufrechterhalten können. Die Beseitigung von Barrieren aller Art sowie kleinere Erleichterungen im Alltag und auch technische Hilfen bildeten den Schwerpunkt der Anpassungsmaßnahmen.
Im vergangenen Jahr sei ein Arbeitskreis für "Barrierefreies Wohnen" im Sozialministerium eingerichtet worden. Dort tauschten die verschiedenen Beratungsstellen ihre Erfahrungen aus, arbeiteten an Verbesserungsmöglichkeiten und überlegten gemeinsam Wege für regionale Netzwerkstrukturen, so die Ministerin. Ein wichtiges Ziel sei dabei ein besseres Bekanntmachen des Wohnberatungsangebotes vor Ort. Die verschiedenen Institutionen stellen sich dazu jetzt in einer Broschüre vor. Hier sind die Ansprechpartnerinnen und -partner genannt, die Fragen zum barrierefreien Wohnen beantworten und die Stellen genannt, die erforderliche Hilfestellung bei der Umsetzung zur barrierefreien Wohnraumanpassung geben. Die Broschüre ist erhältlich über das Broschürentelefon des Ministeriums unter der Nummer 06131/16-2016 oder unter
bestellservice@masgff.rlp.de . Informationen und Kontakte zum Thema barrierefreie Wohnraumgestaltung gibt es in Kürze auch auf der Webseite des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen unter:
www.masgff.rlp.de/wohnberatung. Allgemeine Informationen rund um das Thema Barrierefreiheit gibt es unter:
www.barrierefrei.rlp.de.